Freitag, 2. Mai 2014

Unser erstes Jahr im Gussek-Haus

Wie die Zeit vergeht! Heute vor genau einem Jahr sind wir umgezogen. Wir wohnen jetzt tatsächlich schon ein ganzes Jahr in unserem eigenen Haus. Wir genießen die Vorzüge eines eigenen Hauses voll und ganz, und sind nach wie vor überzeugt: Die Entscheidung zu Bauen war eine der Besten unseres Lebens!

Um es vorweg zu nehmen: Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit unserem Gussek-Haus und würden sofort wieder mit Gussek bauen! Zu Meckern gibt es prinzipiell eigentlich nichts. Alles funktioniert wunderbar, es traten bisher keine ernstzunehmenden Schäden auf. Alles, was in diesem Eintrag "bemängelt" wird, soll keine Haarspalterei sein. Wir sind wirklich nicht kleinlich! Wir möchten nur alles genau dokumentieren, da wir glauben, dass dies eine interessante Hilfe für Bauherren und solche, die es werden wollen, sein könnte.

Setzungsrisse
Diese entstehen automatisch, da das verbaute Holz noch etwas arbeitet und die Schwerkraft das Haus noch in seine endgültige Form bringt. Auch Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter machen sich bemerkbar. Dies ist vollkommen normal. Wir wussten das vorher und wurden auch mehrfach darüber informiert, dass dieser Prozess bis zu vier oder fünf Jahre anhalten kann.

Wir haben konkret Setzungsrisse an fast allen Dachschrägen in Längsrichtung und über manchen Türstürzen. Die Risse sind (noch) sehr fein. Maximal an einigen Stellen ein knapper Millimeter. Meistens sind es aber nur Haarrisse. Ferner haben wir auch Risse in den Haus-Außenecken. Speziell im Wohnzimmer werden diese gerade sichtbar.

Setzungsrisse an der Dachschrägenkante im Schlafzimmer.
Riss unterhalb des Galerie-Dachflächenfensters
Eine der eingerissenen Außenwandecken im Wohnzimmer
Am Boden lösen sich an vielen Stellen die Silikonfugen der Fliesen-Sockelleisten von den Bodenfliesen. Wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb diese Leistung bei Gussek nicht von vorn herein mit dabei ist, so wie bei allen anderen Fliesenlegern dieser Erde. Gussek ist damit ganz einfach aus dem Schneider, wenn es darum geht, die Silikonfugen jedes Jahr durch den Kundendienst zu erneuern.
Die Silkonfugen am Badezimmerboden, die mit den Fliesenwänden verbunden sind, lösen sich in den Ecken auch schon. Eventuell setzt sich auch hier der Estrichboden noch etwas. Dies war im Gegensatz zu den Sockelleisten eine Gussek-Leistung und somit ein Fall für den Kundendienst.

Eingerissene Silikonfuge: Der Estrich im Badezimmer gibt nach.
Silikon Valley: Zerfurchte Landschaft in den Dielenecken
An der Badewannenvorderseite ist eine der Fliesenfugen eingerissen. Hier kann zwar glücklicherweise kein Wasser eindringen, aber auch hierzu werden wir den Kundendienst sicherlich in den kommenden Monaten einmal bemühen.

Eine eingerissene Fliesenfuge am Badewannensockel
Ein weiterer Effekt, der seit geraumer Zeit eintritt, ist dass an manchen Stellen im Haus die Schrauben der Gipskartonverschraubung wieder hervortreten. Bei (un-)günstigen Lichtverhältnissen sieht man dies recht deutlich. Auch Klammern werde gelegentlich wieder sichtbar und stehen etwas vor.

Im Streiflicht wieder sichtbar: Schrauben an der Badezimmerschräge
Ausblühen der Klinkerfassade
An Teilen der Klinkerfassade haben wir leichtes Ausblühen feststellen müssen. Vor allem an der Wetterseite (Westen) unterhalb der Fenster und Türen. Vom Gussek-Kundendienst erhielten wir ein spezielles Imprägnier-Mitte, mit dem wir regelmäßig die Rollschichten unter den Fenstern einreiben sollen, damit die Ausblühungen sich in Grenzen halten.
Wir empfinden diese geringen Ausblühungen als nicht sehr störend, werden sie aber im Auge behalten und ggf. nochmal mit dem Kundendienst besprechen.

Unter der Terrassentür blüht der Klinker etwas aus.
Geräusche und Schall
Ein Fertighaus aus Holz "bewegt" sich in den ersten Jahren immer noch etwas. Das wussten wir bereits vorher, aus eigenen Erfahrungen und Erzählungen von Verkaufsleitern und Freunden/Bekannten. Deshalb kommt es im Haus auch ab und an zu "unheimlichen Geräuschen", wie unvermitteltem Rumpeln oder Knacken. Das hält sich aber sehr in Grenzen, dass es sich eigentlich kaum einer Erwähnung lohnt.

Schallquellen außerhalb des Hauses (vorbeifahrende Autos, Rasenmäher, Kinder) treten eigentlich fast nur im Bereich der Fenster in die Innenräume. Die Schalldämmung, auch im Dachgeschoss unter den Schrägen, ist sehr gut und vergleichbar mit einem Massivhaus. Einen guten Teil trägt da sicherlich die mit Klinker verblendete Fassade dazu bei. Der nur aus Holz bestehender Erker im Wohnzimmer ist in diesem Raum eigentlich die Haupt-Schallbrücke.

Mit Schallquelle innerhalb des Hauses verhält es sich etwas differenziert. Sehr leise sind Wassergeräusche. Ob Toilettenspülungen oder Wasserhähne: Sobald ein Raum dazwischen liegt, hört man davon so gut wie nichts mehr. Vorsichtig wäre ich trotzdem mit der Planung einer Dusche oder eines WCs direkt an eine Schlafraumwand.
Die Heizung (Gastherme) ist in den Schlafräumen praktisch nicht hörbar. Die Solarthermieanlage rauscht, sobald sie im Betrieb ist, etwas. Aber das logischerweise auch nur tagsüber.
Die Zimmertüren sind ebenfalls gut schallisoliert.
Trittschall kann recht laut sein! Wenn im Dachgeschoss gelaufen wird, der Staubsauger in Betrieb ist oder gar Kinder spielen, dann rumpelt es unten schon ganz schön von der Decke. Ein Zweifamilienhaus würden wir wahrscheinlich nicht aus Holz bauen.
Auch der Trittschall der Treppe, die ja an mindestens eine Wand montiert sein muss, überträgt sich deutlich in die angrenzenden Räume.
Jalousiengeräusche sind ebenfalls unüberhörbar. Ebenso der außen angebrachte Elektroantrieb der Erker-Jalousie. Alles aber im gewohnten Normalbereich.
Befindet sich neben dem elterlichen Schlafzimmer direkt ein Kinderzimmer, so kann man über eine schalldämmende Wandverstärkung (bietet Gussek an) nachdenken. Aus unserer Erfahrung heraus könnte das durchaus sinnvoll sein.
Alles in allem sind wir aber zufrieden.

Unsere persönliche Top-/Flop-Liste
Was gefällt uns an unserem Haus besonders gut?
Was gefällt uns weniger gut?
Was würden wir heute anders machen?

Top:
+ Die Holz-Alu-Fenster mit 3-Fach-Verglasung sind super! Kein Kondenswasser, kein Scheibenzug. Auch mechanisch sind die Gussek-Fenster von hoher Qualität. Super!
+ Die "Standard"-Gasheizung: Bewährte Vaillant-Technik, sehr sparsam, die Heizung läuft nahezu geräuschlos. In unseren Schlafräumen bekommt man so gut wie nichts davon mit.
+ Die Solarthermie-Anlage: Eine Sensation! Dieses Gerät hilft wirklich aktiv Energie zu sparen! Zwischen Juli und September 2013 wurde die Gastherme beispielsweise kein einziges Mal aktiv, um unseren Wasservorrat zu erhitzen! Die Warmwasserversorgung lief komplett über die Solaranlage. Absolut klasse! Aber auch in den Wintermonaten unterstützt die Solaranlage den Warmwasserhaushalt sobald die Sonne scheint. Auch diffuse Sonne reicht schon für ein paar KWh am Tag aus.
+ Die Zimmertüren sind von sehr guter Qualität und haben eine erstaunlich gute Schalldämmung.
+ Die Isolation/Wärmedämmung ist sehr gut! Im Sommer ist es innen schön kühl und im Winter hält sich die Wärme gut in allen Räumen! Funktioniert ein wenig wie eine Thermoskanne. Netter Nebeneffekt: Wenn man nach heißen Sommertagen nachts schön durchlüftet, ist es auch wirklich kühl im Haus - denn es gibt keine Steinwände und Mauern, welche die Wärme speichern. Sehr angenehmes Gesamtklima!

Flop:
- Die Traverse-Fenster unterhalb der Dachgeschossfenster sind nur zweifach Verglast und beschlagen somit im Winter regelmäßig etwas in den unteren Ecken. Wischt man diese Feuchtigkeit nicht jeden Morgen ab, so kann sich Schimmel bilden. Ärgerlich. Wir verstehen immer noch nicht, warum es diese Fenster nicht mit 3-Fach-Verglasung gab?!!? Eventuell ist das inzwischen aber bei Gussek anders ...
- Die Dachflächenfenster sind ebenfalls nur 2-Fach-Verglast. Kondenswasser bildet sich auch hier, und läuft zudem auch noch über die Gipskartonverschalung herunter. Hier würden wir inzwischen lieber einen Erker einbauen. Damit gewinnt man noch etwas Raum und hat als Nebeneffekt vernünftige Fenster. Außerdem sind Dachflächenfenster natürlich bei Regen und Hagel relativ laut.
- Dachflächenfenster ohne Jalousie sind an heißen Tagen im Sommer eine unberechenbare Wärmequelle. Wir würden sie nur noch mit Jalousie nehmen! Das Geld wäre gut investiert.

Was hat sich sonst noch so getan bzw. nicht getan?
Von Gussek hören wir inzwischen gar nichts mehr. Sollten in unserem Haus während der fünfjährigen Gewährleistungsphase (und auch danach) Probleme auftauchen, so steht es uns jederzeit frei, den Kundendienst zu informieren.
Leider hörten wir von Gussek-Seite auch nie mehr etwas unsere Fliesen in Diele und Technikraum betreffend. Auch der nach sieben Wochen immer noch viel zu feuchte Estrich, der zu Schäden an unserem selbstverlegten Parkettboden führte, wird weiterhin totgeschwiegen.
Wir haben uns inzwischen zwar mehr oder weniger mit den Umständen abgefunden, sind aber trotzdem ein wenig enttäuscht, dass wir gar nichts mehr von Gussek gehört haben. Immerhin wurden die Punkte als uns sehr wichtig, und noch "klärungsbedürftig" ins das Hausübergabeprotokoll des Bauleiters übernommen.
Unser Tipp hierfür: Geld einbehalten! Ansonsten tut sich nach der Überweisung der Schlussrate leider nichts mehr an "klärungsbedürftigen" Punkten ...

Ein wichtiger Punkt bei der Hausplanung war damals, dass wir eigentlich einen Holzofen einbauen lassen wollten. Wir besaßen den Ofen bereits, und hätten einen Edelstahl-Außenkamin ans Haus bauen lassen. Gussek riet uns damals dringend davon ab, weil die Wärme der Holzöfen angeblich in den hochisolierten Häusern nicht kontrollierbar sei. Wir können uns das teilweise inzwischen vorstellen. Wir planten damals das Wohnzimmer und die Küche mit dem Holzofen prinzipiell zu beheizen, so wie in unserer Wohnung zuvor. Die Gastherme heizt allerdings so gut, so effizient und so günstig, dass man mit Holz inzwischen leider nichts mehr sparen kann.
Wir vermissen unseren Ofen inzwischen überhaupt nicht mehr!
Und wenn wir an den ganzen Dreck, Ruß und die Schmauchspuren über dem Ofen denken, erst recht nicht! :-)

Und noch etwas Kurioses: Die Spatzengitter :-)
Unterhalb der vordersten Dachziegel sind sogenannte Spatzengitter befestigt, die verhindern sollen, dass sich Vögel, oder anderes Kleingetier, zwischen Dachziegeln und Dachlattung/-Folie einnisten. Das funktioniert prinzipiell auch gut. Allerdings sind an den Ortgang-Dachziegeln, also den seitlichen Dachabschlüssen, bauartbedingt noch Löcher mit ca. 5 cm Durchmesser neben den Spatzengittern. Diese luden natürlich im Frühling 2014 zum fröhlichen Nisten ein, und eine mehrköpfige Spatzenfamilie sprang täglich freudig umherhüpfend, immer kurz nach Sonnenaufgang auf unseren Dachrinnen spazieren und raubte uns den morgendlichen (Aus-) Schlaf.
Mit einer bei einem netten Nachbarn geliehenen Leiter und etwas zusammengeknülltem Kunststoffgewebe wurden wir der Lage aber wieder Herr, und konnten die Invasion in letzter Sekunde noch abwenden.

In eigener Sache:
Unser Bautagebuch erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Der Klick-Stand heute, am Tag des Schreibens dieses Blogeintrages, beträgt etwa 66.500 Klicks. Täglich wird unser Bautagebuch bis zu 130 Mal angeklickt. Bei gutem Wetter etwas weniger und bei schlechtem Wetter etwas mehr.
Wir möchten das Bautagebuch gerne weiter fortsetzen. Alleine schon, um die weiteren Schritte bis zur endgültigen Fertigstellung der Außenanlagen, des Gartens und des Carports zu dokumentieren.
Die meisten Bautagebücher enden leider am Tage des Einzugs. Uns hätte damals immer interessiert, wie es nach einem Jahr, oder auch nach fünf Jahren im Haus ist, und wie es drum herum weitergeht. Deshalb dieser relativ ausführliche Eintrag. Weitere werden folgen. :-)

Zum Schluss noch einige Impressionen in Form von Bildern:

Solar Plexis: Sonnenkraftanzeige hinter Kunststoffglas
Unsere Solarthermie-Jahresstatistik: 2014 (dunkel)/2013 (hell)
Alles Palletti: Holzpalette lehnt vor Holzhaus
Hausaufgabe: Kiestraufen fertig machen!
Hier könnte ihr Garten sein: Das wird das große Projekt 2014
Unsere Vorgartenidylle: Ein El Dorado für (Blumen-)Topfgucker
Steht als nächstes an: Das Eingangspodest


Donnerstag, 20. März 2014

Gebäudeeinmessung (Bayern)

Gestern war das Vermessungsamt auf unserem Grundstück und führte die Vermessungsarbeiten der Gebäudeeinmessung durch. Dazu ist das Amt nach dem Bayerischen Vermessungs- und Katastergesetz verpflichtet. Wie das im speziellen in anderen Bundesländern aussieht, wissen wir nicht.
Wir haben schon bei Beantragung der Baugenehmigung ein Faltblatt des Vermessungsamtes bekommen, in dem man auf diesen Umstand hingewiesen wird. Die Überraschung ist sonst recht groß, wenn nach Vermessung des Neubaus eine gesalzene Rechnung ins Haus flattert.

Die Kosten für die Gebäudeeinmessung sind nach Höhe der Baukosten gestaffelt. In unserem Fall werden sie 748,80 Euro betragen (Gebühr nach Baukosten über 125.000 Euro bis 300.000 Euro: 650 Euro. Plus 19% Umsatzsteuer 98,80 Euro).

Etwa zwei Wochen vor Vermessungstermin bekommt man den Termin vom Vermessungsamt mitgeteilt und erhält das Faltblatt nochmals. Zum Vermessungstermin muss man nicht persönlich vor Ort sein, außer das Gebäude ist nicht von allen Seiten zugänglich.

Die Vermessungsarbeiten dauerten etwa 20-30 Minuten und auf die Rechnung freuen wir uns schon riesig! :-/

UPDATE 28.7.2014:
Mit der Rechnung hat sich das Vermessungsamt ordentlich Zeit gelassen: Sie flatterte erst Ende Juli 2014 ins Haus, also fünf Monate später, mit Fälligkeit zum 20. August 2014. Aber der Betrag hat sich immerhin nicht erhöht .... ;-)

UPDATE 1.11.2015:
Im August 2015 war das Vermessungsamt ein zweites Mal bei uns vor Ort und hat das letzten Herbst fertiggestellte Carport, das ja mit in den Bauantragsunterlagen verzeichnet ist, und für das auch eine extra Baugenehmigung nötig ist, vermessen. Da das Carport innerhalb zweier Jahre nach Fertigstellung des Hauses errichtet wurde, fielen für das Vermessen keine weiteren Kosten an.

Und sonst so?

Unsere Garten- und Terrassenplanung läuft auf Hochtouren und wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Wochen loslegen können.
Wir haben uns jetzt dazu entschieden eine Holzterrasse zu bauen. Mit dieser kommen wir deutlich höher als mit Pflaster. Wir müssten nämlich auf der Wetterseite die Belüftungsschlitze im Klinker freihalten, und daraus ergäbe sich eine ziemlich hohe Stufe zur Terrasse hinunter (ca. 15 cm). Mit der Holzterrasse können wir direkt an die "Fensterbretter" der Terrassentüren heranbauen, da die Holzkonstruktion darunter hohl ist und somit auch die Schlitze im Klinker belüftet wären.

Hinter dem Haus soll noch ein kleiner zusätzlichen Weg gepflastert werden. Das Material dazu haben wir am vergangenen Wochenende mit einem Anhänger zu unserem Anwesen transportiert. Außerdem haben wir auch nochmal neue Granit-Mosaik-Pflastersteine für unsere Eingangsstufe gekauft, da uns die Farbe der ursprünglich dafür vorgesehenen Steine nicht gefiel.

Ein Carport ist auch bereits in Auftrag gegeben. Ein Zimmermann wird es zusammen mit uns im Spätsommer aufbauen. Die Fundamente dafür und die Regenwasserabführung sind ja bereits unter unserer gepflasterten Einfahrt vorhanden.

Im und am Haus ist soweit alles in Ordnung. Wir fühlen uns sauwohl und genießen den Luxus eines eigenen Hauses sehr! Anfang Mai werden wir hier einen Jahresbericht hochladen. Da werden wir detailliert auf alles eingehen.

Sonntag, 19. Januar 2014

Einfahrt fertig gepflastert

Endlich! Unsere Einfahrt und der Weg bis zur Haustür sind fertig gepflastert. Ab sofort kommt man sauberen Fußes zum Auto/ins Haus/zur Mülltonne, etc ... Und somit rentieren sich ab sofort wieder längst in Vergessenheit geratene, da vollkommen zwecklose Tätigkeiten wie "Autowaschen", "Straße kehren" und "Schuheputzen" ...

Das Ergebnis gefällt uns bis jetzt wirklich sehr gut! Einige Dinge sind noch nicht ganz fertig: Zm Beispiel die Stufe zum Haus ist noch nicht geplastert - das wird erst im Frühjahr stattfinden, wenn es wieder etwas wärmer wird. Dann soll auch noch hinter dem Haus der Weg weiter fortgesetzt werden. Die nächsten Schritte werden aber jetzt erstmal die Planung von Garten und der Terrasse sein, und natürlich auch der Bau unseres Carports mit angrenzendem Geräteschuppen. Hierfür holen wir uns gerade mehrere Angebote ein.

Startbahn Ost: Der Fuhrpark auf dem Präsentierteller
Versickerungsfähiges Pflaster als Auslegeware
Die "Löcher" markieren die Fundamente für die Carportpfosten
Grauzone: Der Bereich für den angrenzenden Geräteschuppen
Gefällig: Das Gefälle

Sonntag, 8. Dezember 2013

Pflasterarbeiten Zwischenstand

So nach und nach tut sich wieder etwas bei uns: Die Pflasterarbeiten haben begonnen. Unsere zu bepflasternde Fläche ist relativ groß (ca. 130 qm) und daher werden die Gesamtkosten für diese Aktion wohl beachtlich werden. Wieder einmal unterschätzten wir, welchen Aufwand man für solche Arbeiten betreiben muss: Es musste viel gebaggert, mit Schotter aufgefüllt und verdichtet werden. Für unser geplantes Carport werden gerade zehn Stück etwa einen Meter tiefe Punktfundamente aus Beton gegossen. Am Haus wurde der Fundamentsockel und die Bodenplatte mit einem wasserdichten Anstrich versehen und eine Noppenfolie angebracht. Am Eingangsbereich wurde ein etwa drei qm großes Podest betoniert und mit Granitsteinen umfasst. Darauf soll demnächst ein Mosaik in Triskel-Form aus Granit und Porphyr entstehen. Der Weg ums Eck an unserem Haus ist schon gepflastert und das Ergebnis gefällt uns bis jetzt sehr gut! Im Moment ist noch eine Zwangspause wegen des Sturmtiefs Xaver angesagt, aber nächste Woche soll es wieder weitergehen. Vielleicht kommen wir ja bis Weihnachten schon sauberen Fußes in unser Haus. Schön wär's!
Neben dem Organisieren und Schleppen diversen Baumaterials wurde das Bauherren-Pärchen in den letzten Wochen auch als Steine-Sortierer aktiv: 13 unterschiedliche Pflastersteingrößen erfordern Durchblick beim Pflastern und das Vorsortieren spart am Ende viel Zeit.

Was macht unser welliger Parkettboden?
Er "entwellt" sich so nach und nach. Die ganz schlimme hochgestellte Ecke unter dem Sofa ist fast schon komplett verschwunden. Kleinere Wellen und Kanten sind leider immer noch deutlich zu spüren. Es läuft sich insgesamt etwas "wie auf Eiern". Wir könnten uns im Nachhinein derartig in den Allerwertesten beißen, dass wir die Estrichfeuchte nicht messen haben lassen. Wir schön könnte der Boden sein, wenn er nur glatt wäre ...
Aktuelle Feuchtemessungen im Holzboden ergeben leider immer noch Werte von 7-8% Restfeuchte (unter 5% wäre ideal), sind aber schon besser wie die 11-12% Feuchte noch im Juni. Wir heizen weiterhin fleißig und warten ab ...

Und was gibt es sonst Neues?
So langsam aber sicher beginnen sich im Haus Setzungrisse zu bilden. Das ist vollkommen normal und dieser Prozess kann sich über die ersten 4-5 Jahre nach Neubau hinziehen. Konkret an den Dachschräge-Kanten im Obergeschoss sind kleinere Risse zu sehen und auch die Böden setzen sich etwas. Unsere nachträglich angebrachten Fliesen-Sockelleisten reißen an den Silikonfugen zum Boden schon stellenweise leicht ein. Alles aber undramatisch und vollkommen normal.
Insgesamt ist das Haus toll isoliert, es zieht nirgens und die Heizung arbeitet einwandfrei. Der Gasverbrauch seit Tankauffüllung im August beträgt bis jetzt etwas über 10% - wobei starke Frostperioden bisher ja noch ausblieben. Wir sind sehr zufrieden. Möglicherweise kommen wir ja doch mit einer Tankfüllung für zwei Jahre zurecht - das wäre wirklich eine tolle Sache!

Häufchen gemacht: Wir haben die Puzzelstücke sortiert!
Vorbereitung: Noppenbahn angebracht und Randsteine gesetzt.

Noch ungewohnt: Die ersten Meter sauberer Weg
Um die Ecke gebracht: Unser ehemaliger Trampelpfad
Siegertreppchen: Das zukünftige Eingangspodest ...
... mit dem noch komplett zerlegten Mosaik.
Fürs Carport: Beton-Punktfundament mit Regenwasserableitung
Selbstgeschleppt: Die erste Palette (1,24 Tonnen) Betonestrich

Dienstag, 12. November 2013

Ein Haufen Arbeit: Unsere Pflastersteine

Nach fünf Wochen Lieferzeit wurde heute Morgen eine komplette LKW-Ladung Pflastersteine in unseren "Vorgarten" gekippt. Es handelt sich dabei um sogenannte "Schüttware". Wir haben einen gekollerten Beton-Pflasterstein der Firma Ruf gewählt, der - so Petrus will - in den kommenden Wochen verlegt werden soll. Um unseren Handwerkern freie Bahn zu machen, musste ich heute noch etwa 2,5 Tonnen Bauschutt (Klinkerbruch, Dachziegel, Fliesen, Zementbatzen, ...) in einen noch spontan organisierten Bauschuttcontainer entsorgen. Das sind die Momente, nach denen man als körperlich eher inaktiver Bürohengst seine Gliedmaßen wieder zu spüren beginnt und sich nach getaner Arbeit nichts weiter wünscht als ein kühles Bier und einige Stunden im Sauerstoffzelt ...

Das Puzzle "Einfahrt & Gehweg" mit ca. 5.000 Teilen
Gerumpelte Schüttware "Stonewashed"
Baustelle mit komatösem Bauherren (nicht im Bild)
So soll's mal aussehen: Ruf "il sasso" im Reihenverbund

Montag, 23. September 2013

Do-It-Yourself: Sichtschutz

Beim Bemusterungstermin stellte sich irgendwann die Frage, wie das Fensterelement in und neben der Eingangstür beschaffen sein soll: Klarglas, geätztes Glas und mit diversen Strukturen versehenes Glas, welches den Ein- und Durchblick stark reduziert.
Die Auswahl bei Gussek überzeugte uns nicht wirklich und da unser Eingang uneinsichtig von der Straße liegt, bestellten wir die Tür erstmal in Klarglas um sie ggf. irgendwann mal mit einer Folie zu versehen.

Hier also der kleine Tipp für kreative Bauherren/innen, die - so wie wir - mit dem Gussek-Angebot an Türscheiben und Türfensterelementen nicht so glücklich sind:
Wir haben uns mit einer Klebefolie selbst "geätztes Glas" herstellen lassen. Dazu haben wir maßgetreue Vorlagen in einem Grafikprogramm (Adobe Illustrator) erstellt und an ein kleines Unternehmen geschickt, die uns selbstklebende Scheibenfolien daraus erstellt haben.
Das Ergebnis begeistert uns vollends!





Und so wird's gemacht:

Schutzfolie vorsichtig entfernen
Zu beklebende Scheibe mit Spülmittellösung einsprühen
Auf dem rutschigen Untergrund die Motivfolie Platzieren
Luftblasen herausstreichen und gut (!) trocknen lassen
Trägerfolie vorsichtig abziehen - Fertig!

Ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick ist natürlich sehr von Vorteil. Bei Interesse an weiteren Informationen hier der Link zum Folienmacher: http://www.marco-buchholz.de/.

Und sonst so?

Außer mit Scheibenfolien beschäftigen wir uns momentan intensiv mit diversen Pflastersteinen, Trockensteinmauern, Außenleuchten, Carports und grober Gartengestaltung. Wir hoffen noch vor dem Winter mit den Pflasterarbeiten anfangen zu können - der Schmutz um unser Haus herum ist immens und die Pfützenbildung bei Dauerregen ist beeindruckend. Ein gepflasterter Weg wäre ein echter Segen! Leider ist es durch den momentanen Bauboom etwas schwierig gute Handwerker zeitnah zu engagieren. Das hätten wir schon früher anleiern sollen.

Unser Dielenboden ist immer noch sehr gewellt und wir hoffen, dass sich durch die momentan beginnende Heizperiode etwas Besserung einstellt. Wir werden aber - so befürchten wir - um Nacharbeiten durch Parkett-Fachleute nicht herumkommen. Das aber nicht vor dem kommenden Frühjahr.

Ansonsten ist zum Glück alles wunderbar und wir fühlen uns pudelwohl in unserem Haus! :-)

Sonntag, 18. August 2013

UNSER FAZIT: Bauen mit Gussek-Haus

Das "Abenteuer Bauen" ist für uns - zumindest was das Haus betrifft - abgeschlossen. Die Außenanlagen, Carport, Garten, etc. sind eh "bauseitige" Leistungen und werden in diesem Blog nur am Rande erwähnt werden.
Wir sind bisher mit unserem Gussek-Haus sehr zufrieden. Das Haus entspricht voll unseren Vorstellungen und wir würden jederzeit wieder mit Gussek bauen. Ein paar Dinge sind auch bei uns "unrund" gelaufen - ganz ohne Probleme geht es halt nicht! Das Wesentliche - das Haus an sich - ist aber top und wir können die Fa. Gussek-Haus besten Gewissens weiterempfehlen!

Bauen im Winter: Wir hatten sehr viel Glück!
Unsere "heiße" Bauphase begann im Januar 2013 und fand teilweise bei sehr winterlichen Witterungsverhältnissen statt. Der Wettergott meinte es an entscheidenden Tagen (Bodenplatte, Hausmontage, Hausanschlüsse) dennoch immer gut mit uns und bewahrte uns vor wochenlangem Dauerfrost. Alle witterungskritischen Arbeiten konnten deshalb termingerecht ausgeführt werden. Das kann im dümmsten Fall aber auch ganz anders ausgehen und ein oder zwei Monate Verzögerung sollte man im Winter durchaus gedanklich einplanen.

Was würden wir heute anders machen? Was möchten wir zukünftigen Bauherren raten?
  • Wir würden uns generell mehr Zeit zur Planung nehmen. Leider waren wir durch einen "Zwangsumzug" in Zeitdruck und haben für einige Dinge keinerlei Alternativen in Betracht gezogen. Zudem wurden uns aber auch leider keine Alternativen präsentiert.
  • Unsere Gussek-Planerin ganz zu Beginn drängelte uns zum schnellen Vertragsabschluss, weil angeblich "die Preise nächsten Monat steigen" ... die alte Verkäufer-Leier. Lasst Euch dadurch nicht beeindrucken!
  • Kein Erker/Wintergarten ohne Jalousien! Ohne den Rollo an unserem Südseite-Erker würden wir im Sommer umkommen vor Hitze im Haus! Auch die Westseite heizt sich in der Nachmittags-/Abendsonne sehr auf. Mit Jalousien ist alles kein Problem!
  • Kein Dachflächenfenster mehr ohne Jalousie! Es ist durch Klebefolien bei uns zwar nicht mehr ganz so schlimm bei starker Sonneneinstrahlung, aber für die besonders heißen "Hundstage" wären Rollos wirklich gut! Außerdem kann man auch vom Nachbarhaus aus durch die Dachflächenfenster wunderbar ins Haus sehen ... Update 7/2016: Hier ist unsere inzwischen verbaute Lösung für dieses Problem.
  • Generell würden wir jetzt prüfen, ob sich Gauben oder Dacherker anstelle von Dachflächenfenstern nicht auch relativ günstig realisieren lassen. Das schafft etwas Platz und man hat bessere Fenster/Jalousien.
  • Für nicht erbrachte Leistungen, die während der Hausübergabe festgestellt werden, würden wir heute deutlich (!) mehr Geld zurückhalten um die Montage dieser Dinge zu beschleunigen. 200 Euro für eine fehlende Badewannenarmatur sind kein wirklicher Anreiz die Arbeiten zeitnah auszuführen. Wir würden jetzt eher 1.000 Euro einbehalten oder bei mehreren Mängeln das Haus erstmal noch nicht abnehmen. Gussek möchte die Hausübergabe natürlich immer sehr zeitig, damit die Schlussrate überwiesen wird.
  • Prinzipiell kann man Bauherren raten, mindestens einmal täglich auf der Baustelle zu sein. Im Kontakt zu den Handwerkern können noch rechtzeitig Unklarheiten beseitigt werden. Sehr wichtig ist der Kontakt zum Fliesenleger oder auch zu den Tischlern - hier gibt es oft noch wichtige Details zu klären (Höhe fertiger Fußboden, Sonderwünsche beim Fliesen, etc.), die in der Abwesenheit der Bauherren sonst von den Handwerkern selbst entschieden werden.
  • Sehr praktisch erwies sich, dass wir auf der Baustelle in der Nähe der Eingangstür einen Zettel mit unserer Handynummer hinterlassen haben. So konnten einige Kleinigkeiten sehr unkompliziert schnell per Telefon geklärt werden, ohne den Umweg über den Bauleiter.
  • Auf elementare Aussagen wie "Der Estrich ist ganz sicher trocken!" würden wir uns nicht mehr ungeprüft verlassen! Unbedingt vor bauseitigen Leistungen prüfen, da keinerlei Gewährleistungsanspruch besteht!
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Hier die Pros (+) und Contras (-) im Einzelnen:
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Gussek & Wolts Kellerbau - Bodenplatte:

+ Pünktliche und schnelle Montage einer Bodenplatte durch ein nettes Zweimann-Team.
+ Sachgerechte Montage auch bei Frost: Die fertige Platte wurde durch Planen vor Frost geschützt und konnte darunter sauber durchhärten.
-  / + Die Monteure zerpflügten mit ihrem Bagger leider unser teuer angelegtes Schotterbett (Flop) und es musste bauseits nochmals planiert werden um das Gerüst für den Montagetrupp problemlos aufstellen zu können. Gussek übernahm allerdings hierfür unaufgefordert die Kosten (Top).
- Die Hauseinführungen für Gas und Wasser wurden bei der Bodenplattenmontage vertauscht. Das führte zu leichten Komplikationen: Die Flüssiggashauseinführung ist schräg montiert und der Bauhof bekam die Wasserleitung kaum ins Haus.

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Die Leistungen von Gussek-Haus:

+ Wir durften die Firma Gussek-Haus als ein sehr seriöses Unternehmen mit viel Erfahrung im Fertighausbau kennenlernen. Die Kontakte - persönlich und auch telefonisch - waren allesamt immer sehr freundlich und angenehm. Besser gehts nicht!
+ Vorbemusterung: Ein wichtiger, erster Eindruck der Ausstattung. Unbedingt machen!!!
+ Gute Betreuung während der eigentlichen Bemusterungs- und Werkplanungsphase. Änderungen und Sonderwünsche waren noch bis zu vier Wochen nach dem Bemusterungstermin relativ problemlos möglich. Nette Kontakte auch am Telefon.
+ Großartiger Aufbau- und Montagetrupp (Team Gortmann)! Das war der beeindruckendste Teil während der gesamten Bauphase! Sehr nette Leute - sehr kompetent! 1 mit Stern!
+ Solide und hochwertige Bausubstanz, unseren Vorstellungen von einem Haus in Fertigbauweise absolut entsprechend
+ Die verbaute Haustechnik ist hochwertig und funktionierte von anfang an tadellos.
+ Die Gussek-Holztreppe ist superschön geworden. Ein Highlight, wenn man das Haus betritt!
+ Der Tischler-Trupp mit Treppe und Türen verwandelte unseren Rohbau in zwei Tagen in ein echtes Wohnhaus! :-)
+ Die Holz-Alu-Fenster (3-Fach verglast) von Gussek Fensterbau sind von hoher Qualität. Auch die Jalousien funktionieren tadellos.
+ Der Blower-Door-Test (Differenzdruck-Messung) ergab einen tollen Wert von 0.87!
+ Die Dämmung ist hervorragend. Wir konnten sie allerdings bisher nur im Sommer beurteilen. Über Nacht und am Morgen kräftig durchlüften und dann Fenster schön zumachen und Jalousien heruntergelassen. So sind es abends an sehr heißen Tagen (30 Grad oder mehr) oft trotzdem gerade mal 23-24 Grad im Haus - selbst im Dachgeschoss. Sehr angenehm!
+ / -  Ein engagierter, netter Bauleiter, der immer zu erreichen war/ist. Leider stimmte seine Aussage über den angeblich 100%ig trockenen Estrich nicht, was unserem Dielenboden momentan sehr zu schaffen macht.
- Bei der Montage der Unterputzeinheit unserer Badewannenarmatur wurde Gussek-werkseitig ein Modell eines falschen Herstellers verbaut, was zu erheblichen Verzögerungen bei der Fertigsstellung unseres Badezimmers führte. Kleinkram, aber ärgerlich ...
- Gussek organisiert leider keinen Bauschuttcontainer. Während Gussek wenigstens für einen Restmüllcontainer auf der Baustelle sorgte, fehlte leider immer ein Bauschuttcontainer für Fliesenbruch, Zement/Betonreste, Klinkerbruch und Dachziegel. Der ganze Kram blieb immer einfach liegen und man kann als Bauherr zusehen was man damit macht ...
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Die Leistungen der durch Gussek-Haus vergebenen Gewerke:

Hausplanung
+ Schnell und unkompliziert wurden uns quasi "über Nacht" Entwürfe für unser Haus geliefert und Preise berechnet.
- Allzu viel Zeit wurde sich generell nicht genommen, wir wurden eher noch zum Vetragsabschluss gedrängt "wegen den neuen Preisen" ... Blabla ... ;-)
- Uns wurden leider kaum Alternativen zu unseren eigenen Gestaltungsvorschlägen gegeben. Schön wäre im Vorfeld schon mit fertigen Entwürfen früherer Bauherren konfrontiert zu werden. Das hätte sehr inspirierend sein können.

Die Architektin
+ Sehr netter Kontakt und ein sehr fruchtbares mehrstündiges Gespräch.
+ Alle Bauunterlagen kamen pünktlich bei uns an.
- Auch hier fehlte uns etwas Kreativität: Gerne hätten wir uns damals auch über Dachgauben, etc. Gedanken machen sollen. Solche Alternativen kamen leider nie richtig zur Sprache.
- Etwas schluderig in der Organisation (Namen und Adressen waren z. T. auf den Bauunterlagen falsch geschrieben, ...)

Domovita (Sanitär-/Haustechnik)
+ Die Montage und Vorinstallation der Heizanlage und auch der Sanitärobjekte war schnell und einwandfrei.
+ Sehr netter Kontakt am Telefon
- Leider war Domovita etwas unflexibel was die zeitnahe Montage der noch fehlenden Armatur betraf. 300-400 Kilometer Anreise von Sachsen-Anhalt bis zu unserer Baustelle - da fällt man schon mal in die Kategorie "Unwirtschaftlichkeit". Wir wurden eben nur besucht, wenn wir quasi "auf dem Weg" lagen.

Spachtelarbeiten (Fa. Stein)
Guter Q2-Standard im gesamten Haus, verspachtelte Bänder an den Innenkanten. Beinahe Streichfertig.

Fliesenleger (Name leider unbekannt)
+ Saubere Arbeit.
+ Dachte bei einigen Dingen mit (z. B. Schlüterschienen für nachträglich bauseits angebrachte Bordüre stehengelassen)

Blower-Door-Test (Hr. Honningfort)
( - Laut anderen Handwerkern auf der Baustelle war der Mitarbeiter wohl etwas unfreundlich.)*
+ Blower-Door-Test an sich war i. O.
+ Die Ergebnisse der Messung wurden uns postalisch zugesandt.

* Diese Information stammt leider nicht aus erster Hand. Wir haben den Mitarbeiter leider nicht persönlich kennengelernt. Anderen Bauherren gegenüber war Hr. Honningforth wohl immer sehr freundlich, zuverlässig und auskunftsbereit. Bitte dazu auch die Kommentare unter diesem Posting beachten.

Fußbodenheizung und Estrich (Fa. Athe Therm)
Pünktlich und sehr schnell
+ Fußbodenheizung mit CM-Messpunkten und Dämmung sehr sauber verbaut.
+ / -  Estrich (Vuno-Schnellzementestrich) war teilweise etwas wellig und beim zementieren wurde zum Teil bis an die Fenster gespritzt. Wir hatten reichlich zu Putzen.
- Der als extrem schnelltrocknend angepriesene "Vuno"-Estrich war bei uns nach sechs Wochen immer noch nicht verlegebereit für Böden ohne Dampfsperre. Vorsicht!

UPDATE (Dez. 2013): Eine Feuchtemessung vor dem bauseitigen Verlegen von Bodenbelägen ist DIRNGEND zu empfehlen! Der VUNO*-Estrich trocknet in der Regel leider in keinster Weise so schnell wie vom Hersteller versprochen! Wir raten hier zu höchster Vorsicht!
Siehe auch folgende Blogeinträge:
http://gussek-birkenallee.blogspot.de/2013/06/schaden-am-dielenboden-estrich-war-noch.html
http://bautagebuchfrangi.blogspot.de/2013/12/der-uberhaupt-nicht-schnelltrocknende.html


Elektriker (Firma leider unbekannt)
+ Prinzipiell sind die Elektroinstallationen in Ordnung. Hochwertiger Sicherungskasten, Lichtschalter und Steckdosen sind OK und funktionieren einwandfrei.
- Chaos wegen unseres Stromzählers: Auf Anraten von Gussek beauftragten wir einen Elektriker, der auch den Stromzähler beim Energieversorger orderte. Der Gussek-Elektriker tat das selbe, weshalb es zu einer "Doppelbestellung" kam und sich alles dadurch verzögerte und verkomplizierte. Hier herrschte ein eindeutiges Kommunikationsdefizit.
- Der Gussek-Elektriker vor Ort wollte - während unser Maler gleichzeitig im Haus war - die Steckdosen und Schalter montieren, und lies sich davon auch nicht mehr abbringen. Lustiges Bild: Der Elektriker schraubt die Steckdose an, und 1 Minute später schraubte sie der Maler wieder ab *kopfschüttel*. Unser pragmatisch orientierter Maler versteckte dann kurzerhand den Karton mit den restlichen Steckdosen und Schaltern und schickte den Elektriker in den vorgezogenen Feierabend .... :-))

Maurer/Verblendung (Trupp Schermutzki)
+ Grundsätzlich saubere Maurerarbeiten.
- Unsere Stehschichten über den Fenstern wurden uneinheitlich gemauert. Der Bauleiter bestätigte das bei der Hausübergabe als Mangel. Der Maurertrupp redete sich hingegen heraus ...
- Die Maurer hinterlassen leider tonnenweise Bauschutt/Klinkersteinbruch. Überall auf dem Grundstück sind noch größere Zement-Flatschen. Auch Bierflaschen lagen vereinzelt herum. Es wurde im Übrigen reichlich Bier getrunken.
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Der Gussek-Haus-Kundendienst

Ab der Hausübergabe ist für alle Reparaturen, Nachbesserungen und Garantierfälle der Gussek-Kundendienst zuständig. In unserem Fall ist das ein Kleinunternehmen (Fa. Radmer), das im Auftrag von Gussek-Haus (und auch anderen Baufirmen) für den gesamten süddeutschen Raum zuständig ist.
Der Kundendienst war bisher zwei mal bei uns, montierte am Hausübergabetag die Regenfallrohre, die Klingel, ersetzte ein Geländerteil in der Galerie und erledigte diversen Kleinkram (ein paar Silikonfugen, Geländerstäbe austauschen, Türen/Fenster nachjustieren, ...).
Der Kontakt über Gussek mit dem Kundendienst funktioniert super und es sind - wie gewohnt - alle Mitarbeiter super nett.
Die Betreuung durch den Kundendienst endet übrigens nicht nach der fünfjährigen Garantiezeit, sondern geht darüber hinaus.
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Unsere bauseitigen Leistungen (Spachteln, Malern, Böden verlegen) sind natürlich nicht in dieses Fazit eingeflossen. Nur so viel: Auch von uns angeheuerte Handwerker und Bekannte/Freunde bestätigten unseren positiven Eindruck von Gussek und unserem Haus.

Wir haben dieses Bautagebuch immer nach bestem Wissen und Gewissen geführt um anderen Bauherren wichtige Informationen zu bieten. Auch uns waren diverse Baublogs in unserer Planungs-, Entscheidungs- und Bauphase immer sehr hilfreich. Wir hoffen den Ansprüchen gerecht geworden zu sein. Über positives Feedback freuen wir uns immer! :-)

Gussek-Haus las übrigens regelmäßig bei unserem Baublog mit. Das wurde uns einmal in einer e-Mail von einem Mitarbeiter direkt bestätigt. Dass Gussek mitlas war sicherlich das ein oder andere Mal kein Nachteil für uns. Nicht nur deshalb halten wir das Führen eines Bautagebuchs für eine äußerst sinnvolle Sache. Man hat zudem immer den Überblick wann was passiert ist, und Freunde/Bekannte/Verwandte können gefühlt immer "dabei sein" und sind immer gut informiert.

Selbstverständlich geht unser Baublog weiter! Auch die Fertigstellung der Außenanlagen ist für jeden Neu-Bauherren interessant. Wir werden in unregelmäßigen Abständen berichten und auch Bilder zeigen. Auch die Sache mit unserem Dielenboden ist ja noch nicht erledigt. Dazu folgen bestimmt noch einige Blogeinträge.

Bis dahin wünschen wir allen Bauherren und solchen, die es werden wollen, viel Erfolg beim Hausbau und dass alles mindestens genauso gut läuft wie bei uns!

Viele Grüße, die "Kühnhardts"


Es grünt so grün: Unser Aushub im schicken Sommergewand
Bauschutt im Vorgarten: Klinker-, Ziegel- und Fliesenreste en masse
Die geschütze Nordwand: Restklinker unter blauer Folie

Im Gegensatz zu uns: Zu viel Schotter

Dienstag, 13. August 2013

Dringende Anschaffung: Insektenschutzgitter

Die dunkle Seite des Landlebens:
Das extrem feuchte Frühjahr 2013, mit massiven Überschwemmungen unweit unseres Wohnortes, und zwei Kuhställen in Steinwurfweite sind verantwortlich für eine Plage, die wir in dieser Form nicht vorhersehen konnten: Heerscharen von Fliegen ergießen sich momentan täglich über unser Wohngebiet. Auch die Nachbarn sind schon ganz verzweifelt und man kann zum Essen eigentlich kaum mehr draußen sitzen. Am Samstag warfen wir den Grill an und allein schon die Tatsache, dass da ein Grill stand, lockte Hunderte von Fliegen an. Stechmücken gibts zwar auch, aber die halten sich sehr in Grenzen. Dafür gibts tagsüber biestige Bremsen und sogar die sehr furchteinflößenden Rinderbremsen.
Ohne Fliegengitter kann man momentan eigentlich kein Fenster oder gar eine Terrassentür öffnen. Allein das kurze Auf und Zu der Haustür sorgt regelmäßig für 5-10 neue Fliegen im Haus. Es ist wirklich lästig!

Unser erster Gedanke war, wie in unseren vorhergehenden Wohnungen, günstige Fliegennetze in die Fenster zu kleben. In Discoutern und Baumärkten gibts die preiswerten Netze mit Klettband oft schon für zwei, drei Euro. Allerdings ließen sich die Klettbänder nicht an unsere Alu-Fenster kleben. Diese haben nämlich auf der Innenseite, da wo das Klettband eigentlich hin soll, eine Art U-Profil, an dem kein Klebeband hält. Abhilfe schaffen da nur Fliegengitter-Bausätze aus Alu-Profilen zum selbst-Sägen. Die gibt es bei Amazon für ca. 20 Euro das Stück und lassen sich mit Federn ins Fenster klemmen. Die funktionieren super und damit statteten wir jetzt alle Fenster, die zum Lüften regelmäßig geöffnet werden (Küche, Bad, Büro und natürlich die Schlafzimmer), aus. Außerdem ließen wir uns von einer renommierten Firma Fliegengittertüren für die beiden Terrassentüren in Wohnzimmer und Technikraum herstellen und montieren. Hier lag der Preis pro Tür bei 270 Euro. Ein relativ teuerer Spaß, aber wir wollten für die Türen etwas Hochwertiges, das nicht schon nach 5 Jahren die Materialgrätsche macht.

"Lasst uns rein!!!": Am Küchenfenster riechts nach Bohnen mit Speck.
 
 
Im Obergeschoss müssen nur
die oberen Fensterhälften
mit Gittern versehen werden.

Befestigt werden sie in unserem Fall mit kleinen
Federklammern, die jeweils an die obere Seite des Fensters ...
... sowie an die untere Seite geklammert werden.

Donnerstag, 8. August 2013

Wasser marsch: Die Badewannenarmatur ist endlich da!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Nach monatelangem Bangen und Warten wurde uns für diese Woche die Montage unserer Badewannenarmatur zugesagt. Da wir den Tag nicht schon wieder vor dem Abend loben wollten warteten wir erst mal ab, ob denn diesmal alles klappt ... und ... *trommelwirbel* ... es klappte!

Zur Erinnerung:
Bei der für die Kalenderwoche 14 (Anfang April 2013!) angesetzten Sanitär-Endmontage konnte leider die Badewannenarmatur nicht montiert werden "weil uns da noch ein Teil fehlt". Jetzt, 19 Wochen später, wurde endlich die Armatur montiert. Das dazwischenliegende Hin und Her kann in den vorherigen Posts nachgelesen werden.

Die Freude bei den Kühnhardts war riesengroß! Nach einem fast 30-minütigen Brillantfeuerwerk über unserem mittlerweile Parkähnlich angelegten* Anwesen begab sich die Bauherrin freudestrahlend mit Quietscheentchen, Badeschwämmchen, mehreren Flaschen Sekt, ihren Schwimmflügelchen und einer großen Vorratsflasche Palmolive Badeschaum, der "mit dem Extra Blubb", auf den Weg in unseren Spa-Bereich um dort ein mehrstündiges Bad zu nehmen. Es war wundervoll!

Jetzt ist unser Haus komplett.

* Die Hügellandschaft in unserem "Garten" ist mittlerweile komplett begrünt (natürlicher Wildwuchs) und ein Paradies für Schmetterlinge, Vögel und zahlreiche Insekten, welche inzwischen zu einer umfangreichen Ausstattung mit Insektenschutzgittern an diversen Fenstern und Türen geführt haben.

Noch feucht hinter dem Regler: die neue Armatur (Ideal Standard)
Endlich komplett: Alles was man zum Baden braucht!

Demnächst folgt hier übrigens noch ein sehr ausführlicher Blogeintrag:
Unser großes Gussek-Haus-Fazit.
Wir arbeiten bereits fieberhaft daran.

Falls sich hier auch mal wochenlang nichts tut, dann gibt es schlicht und ergreifend auch nichts Neues zu berichten. Um trotzdem nichts zu verpassen, empfehle ich, sich bei "Benachrichtigung bei neuem Blogeintrag:" rechts negen diesem Blog einzutragen. Durch eine E-Mail wird man dann über neue Blogeinträge in diesem Blog benachrichtigt. Da kommt auch kein unerwünschter Spam - wir sind auf mindestens 5 Blogs registriert und haben noch keine unerwünschte Post bekommen.

Samstag, 29. Juni 2013

Schaden am Dielenboden: Estrich war noch zu feucht! (Mit Update 5/2019)

Wir haben leider ein Problem mit unserem Eichendielenboden im Wohnzimmer. Anscheinend war der Estrich beim Verlegen noch nicht trocken genug. Die Restfeuchte zog in der vorletzten Woche (da herrschten Außentemperaturen von bis zu 35 Grad und eine hohe Luftfeuchte) verstärkt in unseren Eichendielenboden und dieser stellte sich an manchen Stellen sogar etwas auf. Unter dem Sofa (zum Glück an einer relativ unauffälligen Stelle) stellte er sich sogar einige Zentimeter auf.
An dem Aufstellen des Bodens ist leider nicht nur die Feuchtigkeit schuld sondern auch die Tatsache dass wir beim Verbauen des Bodens zu wenig Dehnungsabstand an den Rändern gelassen haben.Der Boden konnte sich seitlich nicht genug ausbreiten.

Ein Parkettspezialist war vorgestern bei uns zuhause und sah sich den Boden an. Eine Feuchtemessung ergab im Holz eine Feuchte von 11%. Das ist laut seiner Aussage "pitschnass". Ideal wären 5-6%.
Seiner Meinung nach ist der Boden aber in jedem Fall noch zu retten. Wir werden jetzt akut am Rand wieder etwas Platz zur Bodenausdehnung schaffen, die Fußbodenheizung vorübergehend einschalten (momentan ist es ja "glücklicherweise" wieder kühl genug) und dann abwarten bis sich die Feuchte in einigen Wochen hoffentlich verzogen hat. Der Boden sollte dann wieder zusammengehen.
Das leichte "Schüsseln" der Dielen wird sich allerdings nicht mehr zurückbilden. Das würde uns aber nicht so sehr stören wie die größeren Wellen. Die Stellen, die sich stark gelöst haben und wo auch der Kleber nicht mehr haftet können nachträglich mit einem Spezialkleber wieder unterspritzt werden. Das sollen wir aber erst im kommenden Frühjahr machen, nach der nächsten Heizperiode. Dann sollte der Boden seine endgültige Restfeuchte und auch Position haben.

Wir ärgern uns nicht nur über uns selbst, sondern auch ein wenig über Gussek, da uns mehrfach (leider nur mündlich) versichert wurde, dass der verlegte VUNO-Schnelltrocken-Zementestrich vollständig trocken und verlegefertig sei.
Unser dringender Tipp an alle Leser: UNBEDINGT die Restfeuchte im Estrich messen, bevor Holzböden ohne Dampfsperre bauseits verbaut werden! Idealerweise eine CM-Messung durchführen lassen. 

Ein weiteres Kapitel in unserer unendlichen Geschichte:
Kommende Woche soll übrigens - angeblich - unsere noch fehlende Badewannenarmatur kommen. Wir sind mal recht gespannt ... ;-)
Immerhin gab es eine telefonische Entschuldigung von Gussek. Die Sanitär-Firma Domovita trifft bei dieser Aktion anscheinend keine Schuld, da Gussek schon werkseitig das falsche Unterputz-Element verbaut hat.

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UPDATE 16. September 2014:
Unser Parkett sieht leider immer noch genau so aus wie auf den untenstehenden Fotos vom Juni 2013. Die stark aufstehenden Bereiche bildeten sich zwar im Winter 2013/2014 wieder ganz gut zurück, so dass wir durchaus damit hätten leben können, allerdings stellte sich das Parkett im Sommer 2014 erneut an den vertrauten Stellen auf. Eine Messung der Restfeuchte des Parkettholzes ergibt immer noch 7-8 %. Eigentlich sollte die Restfeuchte maximal 5 % betragen.
Wir haben inzwischen gelernt, mit dem holperigem Parkett zu leben. Langfristig werden wir es wohl in einigen Jahren herausreißen lassen und uns einen neuen Boden ins Wohnzimmer legen. Dann aber in jedem Fall schwimmend und mit Dampfsperre. Und unter Anleitung von Fachleuten!
Wir ärgern uns hauptsächlich über uns selbst, da wir sehr naiv an die ganze Sache herangegangen sind, und fadenscheinigen Verkaufsargumenten des Parkettgeschäftes geglaubt haben, dass "man das schon ganz einfach selbst verlegen kann!" Pustekuchen!
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UPDATE 10. Mai 2019:
Da dieser Bautagebucheintrag einer der meistgelesenen in diesem Blog ist, hier nochmals ein Update nach 6 Jahren:

Die Situation hat sich inzwischen weitestgehend entspannt.

Unser Parkett stand vergangenen Sommer (Der Rekord-Hitze-und-Trocken-Sommer 2018) im Prinzip nur zwei oder drei Tage etwas auf - relativ unauffällig an der gewohnten Stelle unter dem Sofa. Das führen wir inzwischen ausschließlich auf unsere fehlenden Dehnungsfugen zurück. Sobald die Außentemperatur sehr hoch ist (33-35°) und die Luftfeuchtigkeit stark ansteigt tritt das Phänomen ab und an auf.

Die urspünglichen Riesen-Wellen mussten aber in jedem Fall etwas mit dem Estrich zu tun haben.
Eine inzwischen aufgekommene Erklärung liegt in der chemischen Zusammensetzung des VUNO Estrichs. Dieser trocknet eine Woche nach verlegen ziemlich restlos aus, und zieht aber danach angeblich wieder etwas Feuchtigkeit. Das las ich vor geraumer Zeit mal in einem Bauforum. Ob das stimmt - keine Ahnung. Inzwischen ist es aber bei aktuellen Bauvorhaben anscheinend so, dass der Montagetrupp nach dem Verlegen des VUNO-Estrichs ein Begleitblatt mit wichtigen Gebrauchsinformationen mit in die Neubauten hinterlegt. Meines Wissens hatten wir so einen Zettel damals nicht bekommen. Das ist aber auch schon sehr lange her und ich kann mich nicht leider mehr genau erinnern. Meines Wissens lag da nur ein Zettel mit Hinweisen zum richtigen Lüften.

Fazit zu diesem Thema: Der Boden kann natürlich drinbleiben und inzwischen sieht alles zu 95% normal aus. Ein leichtes Schüsseln in den Dielen ist zwar noch da - aber das stört uns nicht weiter.
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An enigen Stellen stellt sich der Dielenboden auf ...
... wie hier unter dem Sofa sogar etwas stärker.
Auch unter dem Esstisch: Eine deutlich spürbare Welle
Generell "schüsseln" die Dielen durch die Feuchte alle etwas.

Freitag, 14. Juni 2013

Der Schwung ist draußen ...

Das Tempo, mit dem zwischen Februar und Mitte April an unserem Haus gearbeitet wurde um den Übergabetermin einzuhalten, hat sich mittlerweile in ein Schneckentempo verwandelt. Bei diversen Gewerken läuft es anscheinend so wie man schon vermuten kann: Sobald bezahlt wurde, meldet sich niemand mehr und es wird alles schleifen gelassen.

Paradebeispiel: Die Sanitärfirma Domovita. Seit mittlerweile 9 Wochen warten wir auf unsere Badewannenarmatur. Seit dem waren diverse Teams vier mal vor Ort. Ein Montageteam wollte vor drei Wochen die Armatur montieren, stellte aber hier vor Ort fest, dass die Armatur nicht zum "Unterputzkörper" passte und verschwand unverrichteter Dinge wieder zurück in die Sachsen-Anhaltinsche Versenkung. Danach passierte wie immer zwei Wochen lang nichts. Erst auf unser Drängeln und das Einschalten unseres (mittlereile ja Ex-)Bauleiters kam jetzt vor drei Tagen endlich eine Reaktion. Durch vor Ort gemachte Fotos hat man jetzt (!) feststellen können, dass (damals, noch lange vor dem Fliesenlegen) anscheinend eine Unterputz-Vorrichtung von "Ideal Standard" verbaut wurde und nicht wie von uns gewünscht, und auch bemustert, von "hansgrohe". Die dazugehörigen Ideal Standard Mischbatterien passen logischerweise optisch nicht zum Rest der Armaturen im Bad. Toll. Auf der Homepage von IS sollten wir uns jetzt ein Modell heraussuchen das unseren Anspüchen gerecht wird und der Rest wird mit dem Bauleiter ausgekaspert. So taten wir.
Das war Mittwoch. Seitdem haben wir aber leider wieder nichts gehört ...

Ferner musste der eigentlich für heute geplante Termin mit dem Gussek-Kundendienst-Mitarbeiter (der noch diverse Sachen im und am Haus fertigmachen sollte) um weitere zwei Wochen verschoben werden. OK. Dann kann er wenigstens die gestern erst bestellten - da in der Bemusterung komplett vergessenen - Bienenbeißer* für die Klinkerfassade mit montieren ...

* Das sind kleine Gitterchen aus Metall, die in die Belüftungsfugen der Klinkerfassade geklemmt werden, um Kleingetier, wie Insekten und aber auch Mäusen, den Zugang zu unserer hinterlüfteten Fassade zu verwehren.

Künstliche Zähne: Die Bienenbeißer
Bei der Arbeit: Beißender Bienenbeißer


Ansonsten fühlen wir uns recht wohl in unserem Haus. Die Regen- und Wassermassen der letzten Wochen haben bei uns glücklicherweise keine Schäden hinterlassen. Unser Bauplatz ist ausreichend hoch gelegen. Die Haustechnik läuft einwandfrei und es gibt - außer den noch fehlenden Dingen - keinen Grund zur Klage. Nächste Woche rollt eine Hitzewelle über uns hinweg und da können wir dann auch Aussagen über die Dämmung machen. Bisher fühlt sich das alles gut an.