Freitag, 18. Mai 2012

Das Bodengutachten

Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Leider wurden wir zu keinem Zeitpunkt darauf hingewiesen, dass ein Bodengutachten durch den Bauherren in Auftrag gegeben werden sollte, da Gussek Haus sonst natürlich keine Verantwortung für Tiefbau-Bauvorhaben übernehmen kann.

Macht man sich auf die Suche nach einem Gutachter, dann fällt man womöglich schnell vom Glauben ab. zwischen 2.000 und 2.500 Euro wird da zum Teil verlangt.

Per Zufall trafen wir beim Vorbemustern ein junges Paar welches auch in der Nähe von uns ein Gussek Haus bauen wird, und erhielten von ihnen einen Kontakt zu einem Bodengutachter, der das Gutachten zu einem vernünftigen Preis erstellt. So erhielten wir letztendlich für ca. 500 Euro ein aussagekräftiges Bodengutachten.

Der Witz: Den Kontakt zum Bodengutachter erhielten die Bauherren von der selben Planerin, die auch unser Haus plante. Leider gab sie uns diesen Kontakt nicht.
TIPP: Unbedingt die Planer nach einem Gutachter fragen! Oft arbeiten die Planer mit
einem Gutachter zusammen, und dann geht gleich alles Hand-In-Hand.

WICHTIG: Immer nachfragen und nachhaken, es wird einem leider selten etwas von sich aus
erzählt ...

Dienstag, 8. Mai 2012

Vorbemusterung

 Die Vorbemusterung bei Gussek Haus in Nordhorn

Wir bekamen sehr schnell einen Vorbemusterungstermin. Von Gussek wurde uns ein Hotel
zur Übernachtung - wir hatten etwa 550 km Anreise - empfohlen. Wir reisten am Sonntag
an und am Montag morgen um 10 Uhr ging es dann in den Räumen von Gussek Haus los.

Was ist eine Vorbemusterung?
Prinzipiell ein Schnelldurchgang des eigentlichen Bemusterungstermins. Hier werden alle Details festgelegt, die das Haus betreffen. Welche Fenster möchte man? Welche Farbe soll die Fassade haben? Wie sollen die Lichtschalter aussehen?
Beim Vorbemusterungstermin bekommt man, ohne extrem in die Details zu gehen, einen guten Einblick in die Standards, die beim Bauen eines Gussek Hauses verwendet werden. Man kann einen Blick auf die ganzen Klinker-Varianten werfen. Auch Dachziegel können begutachtet werden, Eingangstüren, Türklinken, Badezimmerausstattungen, etc.
Eine detaillierte Badezimmerplanung findet übrigens bei der Vorbemusterung nicht statt. Unser Berater gab uns aber trotzdem einige gute Tipps mit denen wir unser Badezimmer dann zu hause selbstständig planen konnten.


Wir empfehlen die Vorbemusterung in jedem Fall! Unbedingt! Sich über diese ganzen Sachen erst bei der finalen Bemusterung Gedanken zu machen, ist nahezu unmöglich und kann zu fatalen Situationen führen. Allein die Wahl der Fliesen fürs Erdgeschoss und die Bäder war bei uns ein wochenlanger Prozess ... ;-)

Man lernt auch schnell, dass man bei bestimmten Ausstattungen mit dem Standard nicht zufrieden sein wird. Speziell bei Fliesen ist alles was schön ist auch gleich Aufpreispflichtig. Im Badezimmer geht das dann gleich weiter. Möchte man besondere Armaturen, oder eine etwas schmuckere Keramik explodieren die Kosten.
Glücklicherweise fanden wir bei den entscheidenden Dingen im Grunde immer etwas Schönes im Standardbereich und müssen da keine Extra-Kosten einplanen: Klinker, Dachziegel, die Treppe, Türen, Türgriffe, Lichtschalter, etc. passen für uns in der Standardausführung wunderbar. Möchte man da etwas extravaganteres, dann wird's allerdings gleich richtig teuer.

Unser Berater führte uns sehr kompetent durch den Tag und beantwortete alle unsere Fragen zu unsere vollsten Zufriedenheit. Es wurde uns nichts aufgeschwatzt oder schöngeredet. Der Tag ist rundum äußerst positiv verlaufen und war extrem aufschlussreich.

Gegen 16 Uhr war die Tour dann beendet, und wir haben uns - erschlagen von den vielen Eindrücken - zurück ins Hotel begeben. Wir waren trotzdem ein wenig gefrustet, weil wir einen ersten Eindruck bekamen, was nach der Endbemusterung finanziell noch so auf uns zukommen könnte. Aber OK - genau dafür war die Vorbemusterung gedacht. Jetzt konnten wir aber immerhin schon etwas besser kalkulieren und es sollten eigentlich keine bösen Überraschungen mehr kommen.

Hier ein paar Impressionen:










 

Montag, 9. April 2012

Planung und Werkvertrag

Unser Gussek Haus

Die Planung mit Gussek wurde im Vorfeld ausschließlich übers Telefon abgewickelt. Eine
recht nette Dame stand uns zu jeder Tageszeit telefonisch oder per Mail zur Verfügung.
Da Gussek Haus kein Musterhaus in unserer Gegend hat, bekamen wir von der Hausplanerin
zwei Adressen mit Gussek-Häusern in unserer Umgebung. Diese suchten wir auf und konnten
sogar mit einer recht netten Dame sprechen, die in einem der Häuser lebte. Sie war sehr
zufrieden mit ihrem Haus, und das deckte sich auch mit diversen Bautagebüchern im
Internet.
Nach einigen Planungsexperimenten mit dem Hausmodell "Kastanienallee" stiegen wir um
auf das Modell "Birkenallee", weil wir sonst mit dem Platz im Erdgeschoss nicht zurecht
kamen.
Die Entscheidung fiel letztendlich auf "Birkenallee", ohne Keller - nur mit
Bodenplatte. Baubeschreibung "Primus", Ausbaustufe "Fast-Fertig". Die Bodenplatte wird
durch die Firma Gussek Wolts hergestellt.
Am Karfreitag besuchte uns die Hausplanerin dann zu hause und wir konnten in einem etwa
eineinhalbstündigen Gespräch unser Haus planen. Die von Ihr erstellten Vorabpläne
erreichten uns dann wieder per Mail, und nach einigen Änderungen unsererseits bekamen
wir den Werkvertrag zugeschickt.
In diesen ließen wir dann auch noch folgende Sonderwünsche mit aufnehmen:
- Das Erdgeschoss soll komplett gefliest werden
- 3-Fach-Verglasung (war in unserer Baubeschreibung "Primus" noch nicht Standard)
- Holz-Alu-Fenster
- Vorbereitung Edelstahl-Außenkamin
- Im gesamten Haus Fußbodenheizung
Außerdem beantragten wir einen Termin zur Vorbemusterung. Darauf sollte man unbedingt bestehen. Die Vorbemusterung ist übrigens auch bereits vor der Unterzeichnung des Werkvertrages möglich. Man sollte sich hier nicht vom Verkäufer drängen lassen.

WICHTIGES ZUM WERKVERTRAG:
In unserem Werkvertrag waren zu diesem Zeitpunkt noch zwei Vorbehalte: 1. Die Finanzierung stand noch nicht sicher fest. 2. Das Baugrundstück gehörte uns noch nicht.
Wenn im Werkvertrag Vorbehalte sind, tut sich bei Gussek auch nichts. Also gar nichts.
Wirklich nichts!
Es ist extrem wichtig, sofort die Vorbehalte löschen zu lassen (e-Mail oder Brief an Gussek), sobald solche Punkte geklärt sind. Uns hat das leider im Juni 4 Wochen gekostet, in denen wir auf Reaktionen von Gussek warteten, die aber - natürlich - auf die Löschung der Vorbehalte unsererseits warteten. Man wird von Gussek auch nicht darauf hingewiesen, dass da noch Vorbehalte sind. Außer man fragt explizit nach. Natürlich lag der Fehler da bei uns.

Die Kommunikation mit Gussek während der Planungsphase ist ein wenig dürftig. Das haben wir inzwischen feststellen müssen.
Uns fehlt - als unerfahrene Bauherren - jemand, der uns bildlich gesprochen "an die Hand" nimmt, und durch die Planungsphase führt. Hier wäre etwas mehr offensives Verhalten von Gussek sehr beruhigend und wünschenswert gewesen.

Sonntag, 1. April 2012

Grundstück und Finanzierung

Die Baugrundstückssuche war eine Odyssee. Wir wollten keinesfalls in eines dieser
vollgestopften, mit viel zu kleinen Parzellen zerstückelten Neubaugebiete, sondern uns
strebte eher das ruhige Leben auf dem Land vor. Am besten in ein bereits gewachsenes
Baugebiet. Nach ca zwei Wochen stießen wir dann auf ein schön und auch günstig
gelegenes, bereits voll erschlossenes Baugrundstück mit etwa 650 qm und haben es uns
reservieren lassen.
Parallel dazu hatten wir auch schon die ersten Gespräche mit unserer Bank und erfuhren
von dem momentan herrschenden niedrigen Zinssatz. Das ermutigte uns zusätzlich den Schritt des Bauens zu wagen.

Sonntag, 18. März 2012

Die Idee

März 2012

Die Idee zu Bauen wurde bei uns etwa Mitte März 2012 geboren. Das Haus in dem wir zur Miete wohnen soll verkauft werden. Selbst kaufen kam für uns nicht in Frage, da das Objekt zu groß und zu teuer ist. Bestandsimmobilien gab es im Moment gerade keine interessanten, und so beschlossen wir selbst ein Haus zu Bauen. Der Einfachheit halber und weil es möglichst schnell gehen soll, entschieden wir uns für ein Fertighaus.

Eine Woche Urlaub verschaffte uns die Möglichkeit uns intensiv mit diversen Fertighausfirmen zu beschäftigen und diverse Angebote einzuholen. Parallel dazu waren wir auf der Suche nach einem passenden Bauplatz.

Nach viel Recherche und Gesprächen entdeckten wir irgendwann die Firma Gussek Haus. Ein norddeutscher Anbieter, der bei uns in Süddeutschland recht unbekannt ist. Die Grundrisse der Häuser und auch die Preise schienen uns sehr attraktiv und wir nahmen ersten Kontakt auf.

Sehr interessant für uns war auch die Tatsache, dass Gussek seine Häuser auf Wunsch ohne Aufpreis verklinkert. Das gefällt uns sehr und ist als Hausfassade vollkommen wartungsfrei. Andere Fertighausfirmen verlangen für das Vormauern von Klinkersteinen bis zu 15.000 Euro Aufpreis.
Vormauern mit Klinkersteinen ist in Süddeutschland unüblich, und so wird es in der Regel von den Hausbaufirmen auch nicht angeboten.