Freitag, 5. April 2013

Die Haustechnik funktioniert!

Es ist vollbracht: Wir sind ans Stromnetz angeschlossen! *applaus*
Dadurch funktioniert ab sofort auch unsere Heizung. Als ich gegen 16 Uhr das Haus betrat, waren bereits gefühlte 16-17 Grad erreicht. Das ist auch gut so, denn die Wände wurden frisch gestrichen und die Farbe muss noch trocknen!
Die gestrichenen Decken und Wände haben das ganze Haus in den vergangenen Tagen von einer Baustelle in ein Wohnhaus verwandelt! Es wird langsam gemütlich ...
Die Domovita-Haustechniker haben unter anderem die komplette Keramik installiert und auch die Armaturen. Leider wurde für unsere Badewanne die falsche Armatur geliefert. Auf die Richtige müssen wir somit noch ein wenig warten.
Die nächsten beiden Wochen kommen neben dem Klinkertrupp noch die Tischler und montieren die Treppe und die Türen, und dann war's das schon. Viel mehr passiert dann nicht mehr - zumindest von Gussek-Seite aus. Es ging wirklich alles unglaublich schnell in den vergangenen 4 Wochen!
Hier einige Impressionen:

Es strömt: Unser Elektro-Verbrauchsmesser
Das Herzstück des Technikraumes: Die Gastherme in Aktion
Ab sofort mit Stellmotoren: Der Heizkreisverteiler im EG
Heizung und Wasserenthärtungsanlage (links)
Stilles Örtchen: Der Fliesenabschluss (oben) folgt ...
Frisch gestrichen: Ein Eierschalen-Ton für die Dielen-/Galeriewände
Erhöhter Kabinendruck: Wellness-Dusche nebst Thron
Schön zentriert: Die Duscharmatur
Eine weiße Entscheidung: Unser Wohnzimmer wird wohnlicher!

Donnerstag, 4. April 2013

16 Paletten voller Klinkersteine ...

... stehen insgesamt um unser Haus verteilt bereit. Außerdem noch mehrere Paletten mit Maurermörtel. Wir sind guter Dinge, dass es nächste Woche mit den Maurerarbeiten losgehen wird. Darauf sind wir extrem gespannt! Der Klinker sieht wirklich genau so "schlimm" aus, wie wir uns das erhofft haben: Ich nenne ihn liebevoll unseren "Bauschutt" ... :-D

Eigentlich bescheuert .... da baut man ein nagelneues Haus und bastelt Steine drum rum die aussehen, als wenn die Hütte schon 200 Jahre steht und bereits mehrfach abbrannte ...

 

Im Haus passiert gerade auch sehr viel: Die Elektriker waren da, und haben unter anderem die ganzen Blenden für alle Schalter und Steckdosen bereitgelegt. Diese werden wir selbst schnell am Wochenende montieren. Im Moment werden nämlich gerade unsere Wände auf wundersame Weise weiß ... Und es sieht schon wirklich wohnlich drin aus!
Der Haustechnik-Trupp von Domovita installliert parallel dazu die gesamte Sanitärkeramik, und die Wasser- und Heizungstechnik wurde bereits in Gang gesetzt und ich wurde in die wichtigsten Dinge eingewiesen.
Morgen früh kommt glücklicherweise unser Stromzähler und dann wird's am Wochenende dank funktionierender Heizung hoffentlich bald kuschelig warm in der Bude! :-)

Fotos folgen selbstverständlich noch ...

Mittwoch, 3. April 2013

Das Stromzähler-Drama

Eigentlich war dieser Punkt gedanklich seit Mitte Februar abgehakt. Der von uns beauftragte Elektriker legte ein Stromkabel durch die Hauseinführung in den Technikraum und beantragte bei unserem örtlichen Energieversorger "n-Ergie" einen Stromzähler. Dass dieser Prozess etwas dauern wird, wurde uns vorher schon mitgeteilt.

Vor etwa einer Woche erreichte mich dann der Anruf des von Gussek beauftragten Elektrikers, der sich bei mir beschwerte "wie es denn sein könnte, dass da ein anderer Elektriker auch einen Stromzähler angefordert hat." Der Herr von der Elektrikerfirma war recht aufgebracht und drohte an, dass er irgendeine DIN-Messung nicht vornehmen wird, und die Elektro-Installation nicht abnehmen wird weil eben ein anderer Elektriker mit am Werk ist. Ich war sehr verwirrt und vollkommen überrumpelt mit diesen Aussagen.
Nach tagelangem Hin- und Hertelefonieren (Es war ja zwischenzeitlich das Osterwochenende im Weg) stellte sich folgendes heraus:
Wie von Gussek gewünscht beauftragten wir einen Elektriker, der uns den Strom ins Haus legt. Über diesen Elektriker beantragten wir auch einen Stromzähler.
Einige Monate später kam von Gussek nochmals ein Antrag auf einen Strom-Neuanschluss. Wir riefen bei Gussek an, und berichteten, dass wir so einen Antrag bereits bei unserem Elektriker unterschrieben haben und was wir mit dem zweiten Antrag denn jetzt tun sollen. Daraufhin sagte uns der für die Hausanschlüsse zuständige Mitarbeiter, dass wir den Gussek-Antrag dann ignorieren können ("Den können Sie wegwerfen!") und wir das selbstverständlich durch unseren eigenen Elektriker erledigen lassen können.
Das wurde anscheinend von Gussek nicht mit ihrem eigenen Elektriker kommuniziert, dadurch kam es zu einem Doppelantrag bei unserem Energieversorger.

Naja, jedenfalls schaffte es entweder der Gussek-Elektriker oder unser Energieversorger BEIDE Aufträge zu stornieren und der eigentlich für heute angedachte Termin zur Zähler-Installation wurde abgesagt.

Hurra :-(

Glücklicherweise konnte unser Elektrounternehmen für Freitagvormittag einen neuen Termin ausmachen und die Chancen stehen gut, dass wir am kommenden Wochenende Strom im Haus haben.

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Kommen wir nun wieder zu den positiven Dingen:
Nahezu unbemerkt materialisierte sich gestern mittag vor unserem Haus ein Anhänger aus Nordhorn mit Gerüst, Betonmischer, Schubkarren, Schäufelchen, Sandförmchen und Baukuften, der ganz offensichtlich dem Maurertrupp gehört, der unseren Klinker vormauern wird.

Montag, 1. April 2013

Baustopp! (Achtung: Aprilscherz)

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich eben bestätigt:
Bei den Erdarbeiten für die Hausanschlüsse im Februar wurde eine seltsam anmutende Erdschicht freigelegt. Herr Klaus vom Bauhof, der damals unseren Wasseranschluss legte, ist interessierter Hobbyarchäologe und wurde (leider) aufmerksam und nahm anscheinend eine Bodenprobe. Wir hatten den Vorfall inzwischen schon wieder vollkommen vergessen.
Aber jetzt kamen die Untersuchungsergebnisse der radiologischen C14-Datierung und es steht fest: Unser Haus steht genau auf einem Urnenfeld aus der späteren Bronzezeit. Für uns sieht das aus wie ein ganz normaler steiniger Lehmboden, aber die Gemeinde und der ortsansässige Heimatverein hat zu unserem Unglück nach mehrtägiger Beratung beschlossen um unser Haus herum alles wieder freizulegen. Eventuell muss auch der Bereich auf dem unser Haus steht teilweise unterhöhlt werden. Je nach dem, ob sich dort noch interessante Funde verbergen.
Da unser Haus rechtlich noch kein Wohnhaus ist sondern eine Baustelle, konnte verfügt werden dass die Bauarbeiten an und in unserem Haus ab sofort bis auf weiteres stillstehen müssen. Für wie lange kann im Moment leider noch niemand abschätzen. Wir gehen von 6-8 Wochen aus.
Wir waren heute morgen schon zusammen mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins und dem Bürgermeister unserer Gemeinde auf unserer Baustelle und da wurde uns das alles endgültig bestätigt. Wir werden jetzt über einen Anwalt versuchen die ganze Sache irgendwie wieder in Gang zu bekommen. Die können ja gerne im Garten etwas herumgraben, aber wir müssen Anfang Mai irgendwie einziehen ... :-(
Sehr verärgert sind wir auch darüber, dass bei unserem Bodengutachten nichts diesbezüglich festgestellt wurde ...

Scherben und Brandmale an der Westseite unseres Hauses

UPDATE 2.4.2013, 0:05 UHR:
Die Lage scheint sich zu entspannen. Soeben weckte uns ein Anruf des Gemeinderates. Man entschuldigte sich mehrfach, denn die Bodenproben wurden leider vertauscht. Die bei uns gefundenen Scherben und Brandmale im Boden stammen von einem feuchtfröhlichen Kesselgulaschfest aus den frühen 70er Jahren und sind geologisch und antropologisch eher uninteressant. Selbstverständlich ist unser Baustopp umgehend aufgehoben.

Es kann also alles nach Plan weitergehen ...

Na, da haben wir ja echt nochmal Glück gehabt! :-D

P.S.: Es handelt sich bei diesem Posting - wie schon das Datum vielversprechend vermuten lässt - um einen Aprilscherz. Das nur, weil mich eben ein besorgter Anruf meiner vollkommen aufgelösten Mutter erreichte .... :-))

Samstag, 30. März 2013

Unsere Fliesen liegen!

Der Fliesenleger ist am Mittwoch fertig geworden. Das fertige Ergebnis sieht insgesamt sehr gut aus. Endlich nimmt vor allem das Badezimmer ein wenig Gestalt an. Leider ist an unserer Emaille-Wanne vorne an der Sichtseite eine kleine Beschädigung. Das werden wir reklamieren müssen.

Die Böden in Küche und Speisekammer sehen wirklich super aus! Wir sind mit unserer Fliesenauswahl wirklich zufrieden. Der Boden in Diele/WC/Technik sieht dagegen leider immer noch etwas "billig" aus, trotz der selben Fliese (nur mit einer dunkleren Tönung). Hier warten wir immer noch auf eine Stellungnahme.
Nächste Woche kommt nochmal die Sanitär-/Heizungsfirma und dann werden auch die fehlenden Silikonfugen angebracht.

Unter dem Motto "lasst Blu Bilder sprechen" hier einige Impressionen:

Die Küche
WC: Bodenfliesen als Fensterbrett
Badezimmer: Dusche mit Vorsatzwand (rechts)
Vorsatzwand mit Bodenfliesen als Dekor
Der Sockel ist leider Geschmackssache ...
Schade, dass die Ecken tiefer sind als die Wanne!
Edler Look: Die Schlüterschienen aus Edelstahl

Als weiteres Highlight wurde heute, am Karsamstag, unsere Satelliten-Anlage installiert. Die Verkabelung wurde von Gussek ja schon sehr schön vorbereitet: Auf dem Spitzboden lagen etwa 15 Meter lange Sat-Kabel die im Technikraum enden und von dort zu den Dosen in den einzelnen Räumen führen. Das "Homeway"-System haben wir beim Bemustern abgewählt und uns für diese konventionelle Art entschieden. Eine gute Wahl.
Ein guter Freund von uns (ein dankender Gruß an dieser Stelle) hat seinen Mut zusammengenommen und sich mitsamt Seilzeug zum fröhlichen Leiterhaken- und Sat-Schüssel-Montieren aufs Dach begeben. So, Fernseh-Glotzen können wir ab sofort ... :-) ... (Zumindest mit Baustrom ...)

Der Berg ruft: Das "Ulmtronics"-Montageteam im Einsatz

Donnerstag, 28. März 2013

Baunebenkosten, Teil 4

So, hier ist der hoffentlich letzte Teil unserer Baunebenkosten:

Baunebenkosten, Teil 4:

Übertrag Baunebenkosten Teil 3: € 10.293,35
Vermessungsbüro, Teil 2 (Gebäudefeinabsteckung): € 535,50
N-Ergie (Stromanbieter) Netzanschluss EFH und Inbetriebnahme: € 790,-
Bauwasser-Pauschale (Fertig-EFH) inkl. Wasserhahn: € 79,31
Gastanklieferung inkl. Auftriebssicherung und 

Hausanschlussmaterial (Tyczka Totalgaz): € 1.249,50
Hauseinführung Flüssiggas (Leitung verlegen und Installation): € 584,07
Erdarbeiten (Gastank vergraben, Hausanschlüsse, Regen- und Abwasserleitungen, Anschluss ans Kanalnetz): € 4.935,53
Erdarbeiten Nachschlag (Abfuhr von Aushub): € 178,50

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Vorläufige Endsumme: € 18.645,76

Der vorläufige Endbetrag ist wirklich stattlich! Sehr teuer wurden noch die Erdarbeiten die mit Hausanschlüssen verbunden waren. Größte Posten hierbei: die Regenwasserableitungen (hier wurden zig Meter an Rohren verlegt) und das Vergraben und Einsanden des Gastankes.

Mittwoch, 27. März 2013

Mit Update: Differenzdruck-Messung ("Blower Door Test")

Gestern fand überraschend die sogenannte Differenzdruck-Messung, umgangssprachlich "Blower Door Test", statt. Damit wird die Luftdichtheit von Gebäuden gemessen. Eventuelle Leckagen werden so entdeckt und können abgedichtet werden um den Luftaustauschwert möglichst niedrig zu halten.
Leider waren wir nicht persönlich vor Ort. Es wurde aber laut eines anwesenden Handwerkers ein Wert von 0,9 erreicht, was recht gut wäre. Ein dementsprechendes Zertifikat wird uns anscheinend noch zugestellt.

Ansonsten gehen momentan die Fliesenlegearbeiten gut voran - Fotos der fertigen Fliesen folgen am Wochenende! Wegen des Problems mit einer unserer Villeroy & Boch-Fliesen gab es bisher noch keine Rückmeldung.

Es gibt auch leider die erste Terminverschiebung: Der Maurertrupp, der die Verblendsteine vormauern soll ist witterungsbedingt circa 3 Baustellen im Hintertreffen und wird voraussichtlich erst in der Kalenderwoche 16 (unserer geplanten Hausübergabewoche) den Klinker verbauen.
Die Verzögerung ist aber für unsere eigenen Termine was Umzug, Küche und Eigenleistungen betrifft glücklicherweise nicht weiter von Bedeutung.

UPDATE (21.4.2013):
Einen Tag vor der Hausübergabe am 19.4.2013 erhielten wir postalisch das Ergebnis des "Blasetürtests". Mit dem sehr guten Wert von 0.87 1/h sind wir wirklich äußerst zufrieden.
Dem Zertifikat beigelegt war übrigens noch ein Beweisfoto ... :-))

Zum Rahmen und "an die Wand hängen"
Beweisfoto mit schmuddeligem Objektiv

Freitag, 22. März 2013

Fliesenproblem mit Villeroy & Boch

Na super! Genau der Punkt, der uns in der Planung am allermeisten beschäftigt hat, und wo wir exakte Vorstellungen von dem hatten, was wir wollen, sind die Fliesen. Und genau hier muss jetzt etwas saublöd schieflaufen.
Stein des Anstoßes sind die Fliesen von Villeroy & Boch die in Diele, WC und Technikraum in unserem Haus verlegt wurden. Diese entsprechen nicht dem Muster, das wir beim von Gussek beauftragten Fliesenhändler Glahe in Nordhorn gesehen hatten.

Hier nocheinmal zur Erinnerung das Muster der V&B-Fliese in Nordhorn:

Fliese Villeroy & Boch Art. 2067, Farbe VT 43
Fliese Villeroy & Boch Art. 2067, Farbe VT 43

Und hier das Ergebnis in unserem Haus:

Fliese Villeroy & Boch Art. 2067, Farbe VT 43

Leider kann man hier ganz deutlich erkennen, dass das von uns gewünschte Farbspiel der Fliesen zueinander (helle Fliese neben dunkler Fliese, etc) nicht stattfindet. Stattdessen sind alle Fliesen gleichfarbig und haben einen helleren Bereich und einen dunklen Bereich. Dunkle Kratzer und Einschlüsse sind auch nicht vorhanden - die Kratzer sind alle hell. Gerade dass die Kratzer auch dunkel sein sollten, macht den typischen Cotto-Look dieser Fliese aus. Pustekuchen! :-(

Das, was uns am allermeisten ärgert ist, dass uns Fliesen Glahe, der im Auftrag von Gussek die Fliesen ordert, im Vorfeld mehrfach das Bestellen von italienischen Fliesen, die unseren Vorstellungen entsprachen, verwehrt hat, weil es da "oft massive Probleme mit Service und Qualität gibt". Schließlich fanden wir doch noch eine italienische Fliese, welche auch von Glahe bestellt werden hätte können. Die in der Fliesenausstellung zufällig von uns gefundene Villeroy & Boch-Fliese (zumindest das Muster davon) entsprach aber auch genau unseren Vorstellungen und war zudem noch günstiger als die italienische, so dass wir uns im letzten Moment doch für die "deutsche Fliese" entschieden haben, weil wir damit auch gleich den Technikraum fliesen lassen konnten. :-/

Tja, jetzt liegen sie drin. Gussek ist informiert und bemüht sich um eine Klärung. Was genau passieren wird können wir noch nicht abschätzen. Es wird jetzt erstmal weitergebaut, und unser geplanter Umzug im Mai muss stattfinden. Wir werden von dieser speziellen Angelegenheit weiter berichten.

Nachtrag: Bitte beachtet zum Thema Villeroy&Boch-Fliesen auch die Kommentare unter diesem Posting!

Die restlichen Fliesen sind übrigens einwandfrei und entsprechen genau unseren Vorstellungen.

Witzigerweise ist unsere Küchenfliese die selbe wie die in der Diele, nur ein hellerer Farbton. Bei denen sind die typische Cotto-Tonung und die dunklen Kratzer deutlich zu sehen. Auch ein schönes Farbspiel der Fliesen zueinander:

Küche: Fliese Villeroy & Boch Art. 2067, Farbe VT 41
Fliese Villeroy & Boch Art. 2067, Farbe VT 41

Hier noch ein paar Eindrücke vom sonstigen Baufortschritt des Fliesenlegers:

Der Badezimmerboden mit der dazugehörigen Wandfliese
Boden mit Wanne
Gefällt uns sehr gut: Die Natursteinoptik
Die zu beanstandende Villeroy&Boch-Fliese

Dienstag, 19. März 2013

Der Fliesenleger ist da!

Tja, was soll man sagen ...
Hat man sich als Bauherr gerade erst vom samstäglichen Ohnmachtsanfall durch tropisches Klima und Kondenspfützen im Haus etwas erholt, stand gestern schon der Fliesenleger auf der Matte. In unserem Haus liegen jetzt Kartonweise unsere Fliesen bereit zum verlegen. Im Badezimmer ist bereits alles grundiert und vorbereitet - die Böden im ganzen Haus sollten diese Woche noch komplett fertig werden, meinte der sehr nette Fliesenleger aus Dessau.
Jetzt wirds spannend: Demnächst sehen wir die ersten Bereiche unseres Hauses, die wirklich fertig sind!

Vor sechs Tagen lag hier noch nicht mal der Estrich ...
Mit Patina: Unsere Fliesen für Diele, WC und Technikraum
Natursteinoptik: Die Boden- und Schmuckfliesen fürs Bad
Gut vorbereitet: Die Badewanne mit Vollverkleidung

Sonntag, 17. März 2013

Estrichtrocknung - Unser türkisches Dampfbad

Der Estrich liegt seit vergangenem Mittwoch. Unser Bauleiter meinte per Mail und Telefonat, ab Samstag dürfen wir ihn auf jeden Fall vorsichtig betreten. Also fuhren wir gestern Nachmittag zu unserem Haus und sahen schon durch die Scheiben, dass es sich wohl nicht mehr um ein Wohnhaus, sondern eher um ein tropisches Gewächshaus oder eine Art Sauna handeln muss. An den Scheiben lief das Wasser bereits in Strömen herab!
Nach dem Öffnen der Haustür und einem ersten vorsichtigen Griff auf den Estrich merkten wir, dass dieser fest genug zum Begehen war und ich tat den ersten Schritt ins Haus. Ich "erblindete" in Millisekundenschnelle, da meine Brille sofort komplett beschlug. Im Haus herrschte subtropisches Klima: Wasserdampf ohne Ende - alle Fensterscheiben waren tropfnass. Auf den Fensterbrettern waren bereits Pfützen, und alles was sinnigerweise noch auf den Fensterbrettern lag war pitschnass. Die Jalousiekästen-Unterseiten (Eine Blende aus weißem Kunststoff) tropften auch bereits.
Wir rissen sofort alle Fenster und Türen auf und schafften erstmal akuten Durchzug. Danach wurde mit Lappen und Eimer erst einmal alles halbwegs trockengelegt.

Destilliertes Wasser: Unsere Jalousiekasten-Blenden
Stoßlüften und Fenster-Abtrocknen
Der fertige Estrich im Wohnzimmer (90°-Panorama)
Der Estrich im Dachgeschoss
Eine Leiter sollte erstmal nicht direkt auf den Estrich gestellt werden, wegen der hohen Punktbelastung. Ich legte ein recht großes Stück Dämm-Styropor unter und stellte die Leiter darauf um ins Dachgeschoss zu kommen. Dort oben sammelte sich der Dampf erst richtig.

Sehr unschön: An den Dachflächenfenstern sammelte sich besonders viel Schwitzwasser und lief bereits auf die verspachtelte Rigips-Verkleidung. Diese war bereits gut getränkt von Wasser und bildete wundervolle Blasen! Da diese Fenster nur zweifachverglast sind, könnte es in Zukunft dort im Winter öfters zu Schwitzwasser kommen. Darauf werden wir wohl immer achten müssen. Sinnvoller wäre hier sicherlich eine andere Bauart der Dachflächenfensterschächte gewesen, bei der an den Unterseiten eine senkrechte Schräge eingearbeitet wäre, auf der sich dann kein Wasser mehr sammeln kann und außerdem eine bessere Luftzirkulation herrschen würde welche die Fenster automatisch besser trocknen würde.


Tropfnass: Die Dachflächenfenster und deren Gipskarton-Schächte ...
... an denen sich schon Blasen bildeten.

Dann der nächste Schreck:
Unsere Haustür war noch in einen Papp-Schutz gehüllt. In diesem Schutz aus Pappe und Klebebändern kondensierte es munter vor sich hin und es tropfte schon unten heraus. Nach dem Auspacken der Tür sah ich dann auch schon einige veränderte Lackstellen an der Tür-Unterseite. Na klasse! Auf dem Pappschutz der Tür war ein Aufkleber auf dem stand, dass die Tür nach den Estricharbeiten dringend unbedingt belüftet werden muss. Ja, aber von wem?

Mal im Ernst: Wären wir nicht am Samstag schon ins Haus gegangen, sondern erst nächstes Wochenende, dann wäre unsere Haustüre eventuell ernsthaft beschädigt worden. Was machen Bauherren, die nicht in der Nähe ihrer Baustelle wohnen?

Wir werden jetzt die kommenden Tage mindestens zweimal am Tag zum Lüften und Wasser-Abwischen ins Haus fahren müssen. Anders werden wir der Feuchtigkeit nicht mehr Herr werden können.

Enthüllt: Unsere Haustür

Update 18:00 Uhr: Nachdem ich gerade nochmal im Haus war stellte ich mit Erstaunen fest, dass der Nässe-Spuk anscheinend nahezu vorbei ist. An den Scheiben war es nicht mal mehr beschlagen und die gefühlte Luftfeuchte war in etwa so wie kurz nach dem Bügeln im Wohnzimmer - eher mediterran als subtropisch. Wir fühlen uns einigermaßen beruhigt und sehen langsam wieder (trockenes) Land ... :-)

Mittwoch, 13. März 2013

Estrich (VUNO-Estrich der Firma Athe Therm)

Das hohe Tempo setzt sich fort: Der Estrich liegt bereits im gesamten Haus! Es wurde ein sogenannter VUNO*-Zementestrich verbaut, der angeblich besonders schnell trocknet. Laut Herstellerangaben ist er nach einem Tag bereits begehbar und nach 5 Tagen können schon Fliesen gelegt werden. In den Estrich wurde außerdem in jedem Raum ein CM-Messpunkt eingebaut an denen später "unfallfrei" (direkt an diesen Punkten liegen keine Fußbodenheizschleifen) Estrichproben zur CM-Feuchtigkeitsmessung genommen werden können.

UPDATE (Dez. 2013): Eine Feuchtemessung vor dem bauseitigen Verlegen von Bodenbelägen ist DIRNGEND zu empfehlen! Der VUNO*-Estrich trocknet in der Regel leider in keinster Weise so schnell wie vom Hersteller versprochen! Wir raten hier zu höchster Vorsicht!
Siehe auch folgende Blogeinträge:
http://gussek-birkenallee.blogspot.de/2013/06/schaden-am-dielenboden-estrich-war-noch.html
http://bautagebuchfrangi.blogspot.de/2013/12/der-uberhaupt-nicht-schnelltrocknende.html


Estrich im Eingangsbereich
Der CM-Messpunkt im Technikraum

*Der Name VUNO kommt anscheinend von der Bezeichnung "von unten nach oben". Dieser besondere Estrich soll angeblich von unten nach oben trocknen. Normaler Estrich trocknet anscheinend genau anders herum ...

Dienstag, 12. März 2013

Fußbodenheizung

Es geht Schlag auf Schlag: Gestern und heute wurde die Fußbodenheizung eingebaut. Unter die Spezialfolie für die Heizungsschläuche wurde gestern bereits im gesamten Haus ein mehrzentimeterdicker Styroporboden verlegt. Zusammen mit dem Estrich und unseren Endböden (Fliesen, Parkett, etc.) kommen wir dann demnächst im Erdgeschoss auf die noch fehlenden 16 cm Bodenhöhe (im Dachgeschoss sind es noch 11 zusätzliche Zentimeter).
Ich habe heute, nachdem ich mich mal wieder 25 Kilometer traditionell durch ein Schneechaos gekämpft hatte, etwa 80 Fotos der Fußbodenheizungsschläuche gemacht - speziell die Türen, weil wir dort ja noch Übergangsprofile befestigen müssen. So können wir nachsehen, wo man irgendwann mal unbeschadet in den Estrich bohren kann.

Drei Heizschleifen plus Dehnungsfuge im Wohnzimmer
Der Verteiler im Dachgeschoss

Die Fußbodenheizung wurde je nach Wärmebedarf der einzelnen Räume verlegt: Im Badezimmer sind zum Beispiel doppelt so viele Heizschleifen wie im Wohnzimmer. In den Schlafzimmern dafür nur etwa 2/3tel der Schleifen. In den Heizungsverteilern wurde alles schön ordentlich eingebaut und beschriftet. Sieht alles wirklich gut und sauber aus! Daumen hoch für die Firma Athe Therm!

Unterschiedliche Schlauchdichte: Büro (links) und Bad (rechts)
Normale Schlauchdichte im Wohnzimmer
Der Heizverteiler Erdgeschoss im Detail