Freitag, 20. Juni 2014

Gartenbau - Etappe 1

Wir melden uns hier aus dem Sauerstoffzelt. Unsere Büro- und Verkaufstresenverweichlichten Körper schmerzen, sind sonnengegerbt, teils verbrannt und haben eine zauberhafte Patina aus Hämatomen, Kratzern und Schürfwunden. Aber wir sind zufrieden. Hinter uns liegen zwei Wochen "Urlaub". Urlaub, den wir nahezu permanent in dem Bereich unseres Grundstückes zugebracht haben, den wir hoffentlich bald "Garten" nennen dürfen.

Es gelang uns in den vergangenen acht Arbeitstagen einiges zu bewegen. So ist der "Vorgarten" (neben und hinter unserem zukünftigen Carportplatz) bereits soweit angelegt, dass er bepflanzt werden könnte. Im "großen Garten" wurde fleißig gebaggert, geschaufelt und gepflastert. Ein neues Wegstück, welches vom Eingang hinter das Haus zur Terrasse führt, ist fertig. Die Kiestraufen ums Haus herum sind auch nahezu fertig. Hier fehlen noch die Metallhülsen für die Fallrohre unserer Dachentwässerung. Ein Spengler kümmert sich gerade darum.

Beeindruckend sind die Massen an verbautem Material. Am vergangenen Montag beispielsweise traf eine 17,1 Tonnen schwere Lieferung an Muschelkalk-Naturmauersteinen ein. Knapp die Hälfte davon ist inzwischen verbaut. Kommende Woche geht es weiter mit der Mauer an der Straßenseite.
Schotter, Kies, Kieselsteine, Split und Betonestrich werde nur noch als Schüttware oder auf Paletten angeliefert. Ganz zu schweigen von den etwa 55 Kubikmeter an Aushub, der weggefahren werden musste. Weiterer Aushub aus einer Grube, die einmal unser Gartenteich werden soll, folgt noch.
Das Holz für unsere kleine Frühstücksterrasse haben wir mit einem Anhänger selbst geholt. Ganz zu schweigen von den Unmengen an Utensilien und Werkzeugen die wir in ortsansässigen Baumärkten inzwischen erstanden haben.

Unsere Terrassen
Nach  etlichen Monaten Planung und einigem Hin und Her haben wir uns entschieden zwei Terrrassen zu bauen: Ein schmales Holzdeck (1,65 Meter x 6 Meter) direkt vor den Terrassentüren und eine große Terrasse (ca. 3 x 4 Meter) mitten im Garten, die von einer bewachsenen Pergola beschattet werden soll. Die Fundamente und die H-Eisen für die Pergola-Stützen sind bereits gebaut worden, und das Schotterbett ist grob angelegt. Unsere Terrassen sind beide auf der Westseite unseres Grundstückes und somit ab Mittag in der vollen Sonne. Markisen und Schirme sind auf dieser Seite des Hauses wegen abends zu tief stehender Sonne und Windanfälligkeit nicht optimal, und somit kam irgendwann die Pergola ins Gespräch. Bei Freunden gefiel uns diese sofort, und im Schatten wilden Weines lässt es sich auch bei über 30 Grad noch wundervoll aushalten.

Die Außenanlagen verschlingen momentan jede Menge Geld und Zeit. Wir arbeiten uns Stück für Stück vorwärts. Der Großteil der Bepflanzung wird erst nächstes Jahr angeschafft werden können. Wenn wir die Grundstruktur des Gartens noch vor dem Herbst schaffen, sind wir schon mehr als zufrieden! :-)
Hier einige Impressionen des aktuellen Standes - weitere Berichte folgen in den kommenden Wochen! :-)

Vorgartenidylle: In das Kiesbeet kommen Gräser und Stauden.
Die zukünftige Blumenwiese: Fertig zur Bepflanzung
Unser eigenes, kleines Baustoffzentrum :-)
Die Natursteinmauern aus Muschelkalk
Der Bereich hinter dem Carport für Mülltonnen, etc.
Werkzeug- und Pflanzkübelchaos mit Schlauchstilleben
Vorne soll die große Terrasse mit Pergola entstehen
Holzweg: Der Platz für unsere Frühstücksterrasse ...
... aus zehn Quadratmeter Schwarzwald-Douglasie
Die Kiestraufen: Gib Feuchtigkeit keine Chance!
Eines der Pergola-Fundamente mit H-Träger
Keine römische Ruine, sondern Natursteinmauerpuzzleteile!
Weitere 7 Paletten Steine für die Mauer zur Straße (60 cm)
Provisorium: Unsere Seerose kann es kaum erwarten ...

Freitag, 2. Mai 2014

Unser erstes Jahr im Gussek-Haus

Wie die Zeit vergeht! Heute vor genau einem Jahr sind wir umgezogen. Wir wohnen jetzt tatsächlich schon ein ganzes Jahr in unserem eigenen Haus. Wir genießen die Vorzüge eines eigenen Hauses voll und ganz, und sind nach wie vor überzeugt: Die Entscheidung zu Bauen war eine der Besten unseres Lebens!

Um es vorweg zu nehmen: Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit unserem Gussek-Haus und würden sofort wieder mit Gussek bauen! Zu Meckern gibt es prinzipiell eigentlich nichts. Alles funktioniert wunderbar, es traten bisher keine ernstzunehmenden Schäden auf. Alles, was in diesem Eintrag "bemängelt" wird, soll keine Haarspalterei sein. Wir sind wirklich nicht kleinlich! Wir möchten nur alles genau dokumentieren, da wir glauben, dass dies eine interessante Hilfe für Bauherren und solche, die es werden wollen, sein könnte.

Setzungsrisse
Diese entstehen automatisch, da das verbaute Holz noch etwas arbeitet und die Schwerkraft das Haus noch in seine endgültige Form bringt. Auch Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter machen sich bemerkbar. Dies ist vollkommen normal. Wir wussten das vorher und wurden auch mehrfach darüber informiert, dass dieser Prozess bis zu vier oder fünf Jahre anhalten kann.

Wir haben konkret Setzungsrisse an fast allen Dachschrägen in Längsrichtung und über manchen Türstürzen. Die Risse sind (noch) sehr fein. Maximal an einigen Stellen ein knapper Millimeter. Meistens sind es aber nur Haarrisse. Ferner haben wir auch Risse in den Haus-Außenecken. Speziell im Wohnzimmer werden diese gerade sichtbar.

Setzungsrisse an der Dachschrägenkante im Schlafzimmer.
Riss unterhalb des Galerie-Dachflächenfensters
Eine der eingerissenen Außenwandecken im Wohnzimmer
Am Boden lösen sich an vielen Stellen die Silikonfugen der Fliesen-Sockelleisten von den Bodenfliesen. Wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb diese Leistung bei Gussek nicht von vorn herein mit dabei ist, so wie bei allen anderen Fliesenlegern dieser Erde. Gussek ist damit ganz einfach aus dem Schneider, wenn es darum geht, die Silikonfugen jedes Jahr durch den Kundendienst zu erneuern.
Die Silkonfugen am Badezimmerboden, die mit den Fliesenwänden verbunden sind, lösen sich in den Ecken auch schon. Eventuell setzt sich auch hier der Estrichboden noch etwas. Dies war im Gegensatz zu den Sockelleisten eine Gussek-Leistung und somit ein Fall für den Kundendienst.

Eingerissene Silikonfuge: Der Estrich im Badezimmer gibt nach.
Silikon Valley: Zerfurchte Landschaft in den Dielenecken
An der Badewannenvorderseite ist eine der Fliesenfugen eingerissen. Hier kann zwar glücklicherweise kein Wasser eindringen, aber auch hierzu werden wir den Kundendienst sicherlich in den kommenden Monaten einmal bemühen.

Eine eingerissene Fliesenfuge am Badewannensockel
Ein weiterer Effekt, der seit geraumer Zeit eintritt, ist dass an manchen Stellen im Haus die Schrauben der Gipskartonverschraubung wieder hervortreten. Bei (un-)günstigen Lichtverhältnissen sieht man dies recht deutlich. Auch Klammern werde gelegentlich wieder sichtbar und stehen etwas vor.

Im Streiflicht wieder sichtbar: Schrauben an der Badezimmerschräge
Ausblühen der Klinkerfassade
An Teilen der Klinkerfassade haben wir leichtes Ausblühen feststellen müssen. Vor allem an der Wetterseite (Westen) unterhalb der Fenster und Türen. Vom Gussek-Kundendienst erhielten wir ein spezielles Imprägnier-Mitte, mit dem wir regelmäßig die Rollschichten unter den Fenstern einreiben sollen, damit die Ausblühungen sich in Grenzen halten.
Wir empfinden diese geringen Ausblühungen als nicht sehr störend, werden sie aber im Auge behalten und ggf. nochmal mit dem Kundendienst besprechen.

Unter der Terrassentür blüht der Klinker etwas aus.
Geräusche und Schall
Ein Fertighaus aus Holz "bewegt" sich in den ersten Jahren immer noch etwas. Das wussten wir bereits vorher, aus eigenen Erfahrungen und Erzählungen von Verkaufsleitern und Freunden/Bekannten. Deshalb kommt es im Haus auch ab und an zu "unheimlichen Geräuschen", wie unvermitteltem Rumpeln oder Knacken. Das hält sich aber sehr in Grenzen, dass es sich eigentlich kaum einer Erwähnung lohnt.

Schallquellen außerhalb des Hauses (vorbeifahrende Autos, Rasenmäher, Kinder) treten eigentlich fast nur im Bereich der Fenster in die Innenräume. Die Schalldämmung, auch im Dachgeschoss unter den Schrägen, ist sehr gut und vergleichbar mit einem Massivhaus. Einen guten Teil trägt da sicherlich die mit Klinker verblendete Fassade dazu bei. Der nur aus Holz bestehender Erker im Wohnzimmer ist in diesem Raum eigentlich die Haupt-Schallbrücke.

Mit Schallquelle innerhalb des Hauses verhält es sich etwas differenziert. Sehr leise sind Wassergeräusche. Ob Toilettenspülungen oder Wasserhähne: Sobald ein Raum dazwischen liegt, hört man davon so gut wie nichts mehr. Vorsichtig wäre ich trotzdem mit der Planung einer Dusche oder eines WCs direkt an eine Schlafraumwand.
Die Heizung (Gastherme) ist in den Schlafräumen praktisch nicht hörbar. Die Solarthermieanlage rauscht, sobald sie im Betrieb ist, etwas. Aber das logischerweise auch nur tagsüber.
Die Zimmertüren sind ebenfalls gut schallisoliert.
Trittschall kann recht laut sein! Wenn im Dachgeschoss gelaufen wird, der Staubsauger in Betrieb ist oder gar Kinder spielen, dann rumpelt es unten schon ganz schön von der Decke. Ein Zweifamilienhaus würden wir wahrscheinlich nicht aus Holz bauen.
Auch der Trittschall der Treppe, die ja an mindestens eine Wand montiert sein muss, überträgt sich deutlich in die angrenzenden Räume.
Jalousiengeräusche sind ebenfalls unüberhörbar. Ebenso der außen angebrachte Elektroantrieb der Erker-Jalousie. Alles aber im gewohnten Normalbereich.
Befindet sich neben dem elterlichen Schlafzimmer direkt ein Kinderzimmer, so kann man über eine schalldämmende Wandverstärkung (bietet Gussek an) nachdenken. Aus unserer Erfahrung heraus könnte das durchaus sinnvoll sein.
Alles in allem sind wir aber zufrieden.

Unsere persönliche Top-/Flop-Liste
Was gefällt uns an unserem Haus besonders gut?
Was gefällt uns weniger gut?
Was würden wir heute anders machen?

Top:
+ Die Holz-Alu-Fenster mit 3-Fach-Verglasung sind super! Kein Kondenswasser, kein Scheibenzug. Auch mechanisch sind die Gussek-Fenster von hoher Qualität. Super!
+ Die "Standard"-Gasheizung: Bewährte Vaillant-Technik, sehr sparsam, die Heizung läuft nahezu geräuschlos. In unseren Schlafräumen bekommt man so gut wie nichts davon mit.
+ Die Solarthermie-Anlage: Eine Sensation! Dieses Gerät hilft wirklich aktiv Energie zu sparen! Zwischen Juli und September 2013 wurde die Gastherme beispielsweise kein einziges Mal aktiv, um unseren Wasservorrat zu erhitzen! Die Warmwasserversorgung lief komplett über die Solaranlage. Absolut klasse! Aber auch in den Wintermonaten unterstützt die Solaranlage den Warmwasserhaushalt sobald die Sonne scheint. Auch diffuse Sonne reicht schon für ein paar KWh am Tag aus.
+ Die Zimmertüren sind von sehr guter Qualität und haben eine erstaunlich gute Schalldämmung.
+ Die Isolation/Wärmedämmung ist sehr gut! Im Sommer ist es innen schön kühl und im Winter hält sich die Wärme gut in allen Räumen! Funktioniert ein wenig wie eine Thermoskanne. Netter Nebeneffekt: Wenn man nach heißen Sommertagen nachts schön durchlüftet, ist es auch wirklich kühl im Haus - denn es gibt keine Steinwände und Mauern, welche die Wärme speichern. Sehr angenehmes Gesamtklima!

Flop:
- Die Traverse-Fenster unterhalb der Dachgeschossfenster sind nur zweifach Verglast und beschlagen somit im Winter regelmäßig etwas in den unteren Ecken. Wischt man diese Feuchtigkeit nicht jeden Morgen ab, so kann sich Schimmel bilden. Ärgerlich. Wir verstehen immer noch nicht, warum es diese Fenster nicht mit 3-Fach-Verglasung gab?!!? Eventuell ist das inzwischen aber bei Gussek anders ...
- Die Dachflächenfenster sind ebenfalls nur 2-Fach-Verglast. Kondenswasser bildet sich auch hier, und läuft zudem auch noch über die Gipskartonverschalung herunter. Hier würden wir inzwischen lieber einen Erker einbauen. Damit gewinnt man noch etwas Raum und hat als Nebeneffekt vernünftige Fenster. Außerdem sind Dachflächenfenster natürlich bei Regen und Hagel relativ laut.
- Dachflächenfenster ohne Jalousie sind an heißen Tagen im Sommer eine unberechenbare Wärmequelle. Wir würden sie nur noch mit Jalousie nehmen! Das Geld wäre gut investiert.

Was hat sich sonst noch so getan bzw. nicht getan?
Von Gussek hören wir inzwischen gar nichts mehr. Sollten in unserem Haus während der fünfjährigen Gewährleistungsphase (und auch danach) Probleme auftauchen, so steht es uns jederzeit frei, den Kundendienst zu informieren.
Leider hörten wir von Gussek-Seite auch nie mehr etwas unsere Fliesen in Diele und Technikraum betreffend. Auch der nach sieben Wochen immer noch viel zu feuchte Estrich, der zu Schäden an unserem selbstverlegten Parkettboden führte, wird weiterhin totgeschwiegen.
Wir haben uns inzwischen zwar mehr oder weniger mit den Umständen abgefunden, sind aber trotzdem ein wenig enttäuscht, dass wir gar nichts mehr von Gussek gehört haben. Immerhin wurden die Punkte als uns sehr wichtig, und noch "klärungsbedürftig" ins das Hausübergabeprotokoll des Bauleiters übernommen.
Unser Tipp hierfür: Geld einbehalten! Ansonsten tut sich nach der Überweisung der Schlussrate leider nichts mehr an "klärungsbedürftigen" Punkten ...

Ein wichtiger Punkt bei der Hausplanung war damals, dass wir eigentlich einen Holzofen einbauen lassen wollten. Wir besaßen den Ofen bereits, und hätten einen Edelstahl-Außenkamin ans Haus bauen lassen. Gussek riet uns damals dringend davon ab, weil die Wärme der Holzöfen angeblich in den hochisolierten Häusern nicht kontrollierbar sei. Wir können uns das teilweise inzwischen vorstellen. Wir planten damals das Wohnzimmer und die Küche mit dem Holzofen prinzipiell zu beheizen, so wie in unserer Wohnung zuvor. Die Gastherme heizt allerdings so gut, so effizient und so günstig, dass man mit Holz inzwischen leider nichts mehr sparen kann.
Wir vermissen unseren Ofen inzwischen überhaupt nicht mehr!
Und wenn wir an den ganzen Dreck, Ruß und die Schmauchspuren über dem Ofen denken, erst recht nicht! :-)

Und noch etwas Kurioses: Die Spatzengitter :-)
Unterhalb der vordersten Dachziegel sind sogenannte Spatzengitter befestigt, die verhindern sollen, dass sich Vögel, oder anderes Kleingetier, zwischen Dachziegeln und Dachlattung/-Folie einnisten. Das funktioniert prinzipiell auch gut. Allerdings sind an den Ortgang-Dachziegeln, also den seitlichen Dachabschlüssen, bauartbedingt noch Löcher mit ca. 5 cm Durchmesser neben den Spatzengittern. Diese luden natürlich im Frühling 2014 zum fröhlichen Nisten ein, und eine mehrköpfige Spatzenfamilie sprang täglich freudig umherhüpfend, immer kurz nach Sonnenaufgang auf unseren Dachrinnen spazieren und raubte uns den morgendlichen (Aus-) Schlaf.
Mit einer bei einem netten Nachbarn geliehenen Leiter und etwas zusammengeknülltem Kunststoffgewebe wurden wir der Lage aber wieder Herr, und konnten die Invasion in letzter Sekunde noch abwenden.

In eigener Sache:
Unser Bautagebuch erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Der Klick-Stand heute, am Tag des Schreibens dieses Blogeintrages, beträgt etwa 66.500 Klicks. Täglich wird unser Bautagebuch bis zu 130 Mal angeklickt. Bei gutem Wetter etwas weniger und bei schlechtem Wetter etwas mehr.
Wir möchten das Bautagebuch gerne weiter fortsetzen. Alleine schon, um die weiteren Schritte bis zur endgültigen Fertigstellung der Außenanlagen, des Gartens und des Carports zu dokumentieren.
Die meisten Bautagebücher enden leider am Tage des Einzugs. Uns hätte damals immer interessiert, wie es nach einem Jahr, oder auch nach fünf Jahren im Haus ist, und wie es drum herum weitergeht. Deshalb dieser relativ ausführliche Eintrag. Weitere werden folgen. :-)

Zum Schluss noch einige Impressionen in Form von Bildern:

Solar Plexis: Sonnenkraftanzeige hinter Kunststoffglas
Unsere Solarthermie-Jahresstatistik: 2014 (dunkel)/2013 (hell)
Alles Palletti: Holzpalette lehnt vor Holzhaus
Hausaufgabe: Kiestraufen fertig machen!
Hier könnte ihr Garten sein: Das wird das große Projekt 2014
Unsere Vorgartenidylle: Ein El Dorado für (Blumen-)Topfgucker
Steht als nächstes an: Das Eingangspodest


Donnerstag, 20. März 2014

Gebäudeeinmessung (Bayern)

Gestern war das Vermessungsamt auf unserem Grundstück und führte die Vermessungsarbeiten der Gebäudeeinmessung durch. Dazu ist das Amt nach dem Bayerischen Vermessungs- und Katastergesetz verpflichtet. Wie das im speziellen in anderen Bundesländern aussieht, wissen wir nicht.
Wir haben schon bei Beantragung der Baugenehmigung ein Faltblatt des Vermessungsamtes bekommen, in dem man auf diesen Umstand hingewiesen wird. Die Überraschung ist sonst recht groß, wenn nach Vermessung des Neubaus eine gesalzene Rechnung ins Haus flattert.

Die Kosten für die Gebäudeeinmessung sind nach Höhe der Baukosten gestaffelt. In unserem Fall werden sie 748,80 Euro betragen (Gebühr nach Baukosten über 125.000 Euro bis 300.000 Euro: 650 Euro. Plus 19% Umsatzsteuer 98,80 Euro).

Etwa zwei Wochen vor Vermessungstermin bekommt man den Termin vom Vermessungsamt mitgeteilt und erhält das Faltblatt nochmals. Zum Vermessungstermin muss man nicht persönlich vor Ort sein, außer das Gebäude ist nicht von allen Seiten zugänglich.

Die Vermessungsarbeiten dauerten etwa 20-30 Minuten und auf die Rechnung freuen wir uns schon riesig! :-/

UPDATE 28.7.2014:
Mit der Rechnung hat sich das Vermessungsamt ordentlich Zeit gelassen: Sie flatterte erst Ende Juli 2014 ins Haus, also fünf Monate später, mit Fälligkeit zum 20. August 2014. Aber der Betrag hat sich immerhin nicht erhöht .... ;-)

UPDATE 1.11.2015:
Im August 2015 war das Vermessungsamt ein zweites Mal bei uns vor Ort und hat das letzten Herbst fertiggestellte Carport, das ja mit in den Bauantragsunterlagen verzeichnet ist, und für das auch eine extra Baugenehmigung nötig ist, vermessen. Da das Carport innerhalb zweier Jahre nach Fertigstellung des Hauses errichtet wurde, fielen für das Vermessen keine weiteren Kosten an.

Und sonst so?

Unsere Garten- und Terrassenplanung läuft auf Hochtouren und wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Wochen loslegen können.
Wir haben uns jetzt dazu entschieden eine Holzterrasse zu bauen. Mit dieser kommen wir deutlich höher als mit Pflaster. Wir müssten nämlich auf der Wetterseite die Belüftungsschlitze im Klinker freihalten, und daraus ergäbe sich eine ziemlich hohe Stufe zur Terrasse hinunter (ca. 15 cm). Mit der Holzterrasse können wir direkt an die "Fensterbretter" der Terrassentüren heranbauen, da die Holzkonstruktion darunter hohl ist und somit auch die Schlitze im Klinker belüftet wären.

Hinter dem Haus soll noch ein kleiner zusätzlichen Weg gepflastert werden. Das Material dazu haben wir am vergangenen Wochenende mit einem Anhänger zu unserem Anwesen transportiert. Außerdem haben wir auch nochmal neue Granit-Mosaik-Pflastersteine für unsere Eingangsstufe gekauft, da uns die Farbe der ursprünglich dafür vorgesehenen Steine nicht gefiel.

Ein Carport ist auch bereits in Auftrag gegeben. Ein Zimmermann wird es zusammen mit uns im Spätsommer aufbauen. Die Fundamente dafür und die Regenwasserabführung sind ja bereits unter unserer gepflasterten Einfahrt vorhanden.

Im und am Haus ist soweit alles in Ordnung. Wir fühlen uns sauwohl und genießen den Luxus eines eigenen Hauses sehr! Anfang Mai werden wir hier einen Jahresbericht hochladen. Da werden wir detailliert auf alles eingehen.

Sonntag, 19. Januar 2014

Einfahrt fertig gepflastert

Endlich! Unsere Einfahrt und der Weg bis zur Haustür sind fertig gepflastert. Ab sofort kommt man sauberen Fußes zum Auto/ins Haus/zur Mülltonne, etc ... Und somit rentieren sich ab sofort wieder längst in Vergessenheit geratene, da vollkommen zwecklose Tätigkeiten wie "Autowaschen", "Straße kehren" und "Schuheputzen" ...

Das Ergebnis gefällt uns bis jetzt wirklich sehr gut! Einige Dinge sind noch nicht ganz fertig: Zm Beispiel die Stufe zum Haus ist noch nicht geplastert - das wird erst im Frühjahr stattfinden, wenn es wieder etwas wärmer wird. Dann soll auch noch hinter dem Haus der Weg weiter fortgesetzt werden. Die nächsten Schritte werden aber jetzt erstmal die Planung von Garten und der Terrasse sein, und natürlich auch der Bau unseres Carports mit angrenzendem Geräteschuppen. Hierfür holen wir uns gerade mehrere Angebote ein.

Startbahn Ost: Der Fuhrpark auf dem Präsentierteller
Versickerungsfähiges Pflaster als Auslegeware
Die "Löcher" markieren die Fundamente für die Carportpfosten
Grauzone: Der Bereich für den angrenzenden Geräteschuppen
Gefällig: Das Gefälle

Sonntag, 8. Dezember 2013

Pflasterarbeiten Zwischenstand

So nach und nach tut sich wieder etwas bei uns: Die Pflasterarbeiten haben begonnen. Unsere zu bepflasternde Fläche ist relativ groß (ca. 130 qm) und daher werden die Gesamtkosten für diese Aktion wohl beachtlich werden. Wieder einmal unterschätzten wir, welchen Aufwand man für solche Arbeiten betreiben muss: Es musste viel gebaggert, mit Schotter aufgefüllt und verdichtet werden. Für unser geplantes Carport werden gerade zehn Stück etwa einen Meter tiefe Punktfundamente aus Beton gegossen. Am Haus wurde der Fundamentsockel und die Bodenplatte mit einem wasserdichten Anstrich versehen und eine Noppenfolie angebracht. Am Eingangsbereich wurde ein etwa drei qm großes Podest betoniert und mit Granitsteinen umfasst. Darauf soll demnächst ein Mosaik in Triskel-Form aus Granit und Porphyr entstehen. Der Weg ums Eck an unserem Haus ist schon gepflastert und das Ergebnis gefällt uns bis jetzt sehr gut! Im Moment ist noch eine Zwangspause wegen des Sturmtiefs Xaver angesagt, aber nächste Woche soll es wieder weitergehen. Vielleicht kommen wir ja bis Weihnachten schon sauberen Fußes in unser Haus. Schön wär's!
Neben dem Organisieren und Schleppen diversen Baumaterials wurde das Bauherren-Pärchen in den letzten Wochen auch als Steine-Sortierer aktiv: 13 unterschiedliche Pflastersteingrößen erfordern Durchblick beim Pflastern und das Vorsortieren spart am Ende viel Zeit.

Was macht unser welliger Parkettboden?
Er "entwellt" sich so nach und nach. Die ganz schlimme hochgestellte Ecke unter dem Sofa ist fast schon komplett verschwunden. Kleinere Wellen und Kanten sind leider immer noch deutlich zu spüren. Es läuft sich insgesamt etwas "wie auf Eiern". Wir könnten uns im Nachhinein derartig in den Allerwertesten beißen, dass wir die Estrichfeuchte nicht messen haben lassen. Wir schön könnte der Boden sein, wenn er nur glatt wäre ...
Aktuelle Feuchtemessungen im Holzboden ergeben leider immer noch Werte von 7-8% Restfeuchte (unter 5% wäre ideal), sind aber schon besser wie die 11-12% Feuchte noch im Juni. Wir heizen weiterhin fleißig und warten ab ...

Und was gibt es sonst Neues?
So langsam aber sicher beginnen sich im Haus Setzungrisse zu bilden. Das ist vollkommen normal und dieser Prozess kann sich über die ersten 4-5 Jahre nach Neubau hinziehen. Konkret an den Dachschräge-Kanten im Obergeschoss sind kleinere Risse zu sehen und auch die Böden setzen sich etwas. Unsere nachträglich angebrachten Fliesen-Sockelleisten reißen an den Silikonfugen zum Boden schon stellenweise leicht ein. Alles aber undramatisch und vollkommen normal.
Insgesamt ist das Haus toll isoliert, es zieht nirgens und die Heizung arbeitet einwandfrei. Der Gasverbrauch seit Tankauffüllung im August beträgt bis jetzt etwas über 10% - wobei starke Frostperioden bisher ja noch ausblieben. Wir sind sehr zufrieden. Möglicherweise kommen wir ja doch mit einer Tankfüllung für zwei Jahre zurecht - das wäre wirklich eine tolle Sache!

Häufchen gemacht: Wir haben die Puzzelstücke sortiert!
Vorbereitung: Noppenbahn angebracht und Randsteine gesetzt.

Noch ungewohnt: Die ersten Meter sauberer Weg
Um die Ecke gebracht: Unser ehemaliger Trampelpfad
Siegertreppchen: Das zukünftige Eingangspodest ...
... mit dem noch komplett zerlegten Mosaik.
Fürs Carport: Beton-Punktfundament mit Regenwasserableitung
Selbstgeschleppt: Die erste Palette (1,24 Tonnen) Betonestrich

Dienstag, 12. November 2013

Ein Haufen Arbeit: Unsere Pflastersteine

Nach fünf Wochen Lieferzeit wurde heute Morgen eine komplette LKW-Ladung Pflastersteine in unseren "Vorgarten" gekippt. Es handelt sich dabei um sogenannte "Schüttware". Wir haben einen gekollerten Beton-Pflasterstein der Firma Ruf gewählt, der - so Petrus will - in den kommenden Wochen verlegt werden soll. Um unseren Handwerkern freie Bahn zu machen, musste ich heute noch etwa 2,5 Tonnen Bauschutt (Klinkerbruch, Dachziegel, Fliesen, Zementbatzen, ...) in einen noch spontan organisierten Bauschuttcontainer entsorgen. Das sind die Momente, nach denen man als körperlich eher inaktiver Bürohengst seine Gliedmaßen wieder zu spüren beginnt und sich nach getaner Arbeit nichts weiter wünscht als ein kühles Bier und einige Stunden im Sauerstoffzelt ...

Das Puzzle "Einfahrt & Gehweg" mit ca. 5.000 Teilen
Gerumpelte Schüttware "Stonewashed"
Baustelle mit komatösem Bauherren (nicht im Bild)
So soll's mal aussehen: Ruf "il sasso" im Reihenverbund

Montag, 23. September 2013

Do-It-Yourself: Sichtschutz

Beim Bemusterungstermin stellte sich irgendwann die Frage, wie das Fensterelement in und neben der Eingangstür beschaffen sein soll: Klarglas, geätztes Glas und mit diversen Strukturen versehenes Glas, welches den Ein- und Durchblick stark reduziert.
Die Auswahl bei Gussek überzeugte uns nicht wirklich und da unser Eingang uneinsichtig von der Straße liegt, bestellten wir die Tür erstmal in Klarglas um sie ggf. irgendwann mal mit einer Folie zu versehen.

Hier also der kleine Tipp für kreative Bauherren/innen, die - so wie wir - mit dem Gussek-Angebot an Türscheiben und Türfensterelementen nicht so glücklich sind:
Wir haben uns mit einer Klebefolie selbst "geätztes Glas" herstellen lassen. Dazu haben wir maßgetreue Vorlagen in einem Grafikprogramm (Adobe Illustrator) erstellt und an ein kleines Unternehmen geschickt, die uns selbstklebende Scheibenfolien daraus erstellt haben.
Das Ergebnis begeistert uns vollends!





Und so wird's gemacht:

Schutzfolie vorsichtig entfernen
Zu beklebende Scheibe mit Spülmittellösung einsprühen
Auf dem rutschigen Untergrund die Motivfolie Platzieren
Luftblasen herausstreichen und gut (!) trocknen lassen
Trägerfolie vorsichtig abziehen - Fertig!

Ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick ist natürlich sehr von Vorteil. Bei Interesse an weiteren Informationen hier der Link zum Folienmacher: http://www.marco-buchholz.de/.

Und sonst so?

Außer mit Scheibenfolien beschäftigen wir uns momentan intensiv mit diversen Pflastersteinen, Trockensteinmauern, Außenleuchten, Carports und grober Gartengestaltung. Wir hoffen noch vor dem Winter mit den Pflasterarbeiten anfangen zu können - der Schmutz um unser Haus herum ist immens und die Pfützenbildung bei Dauerregen ist beeindruckend. Ein gepflasterter Weg wäre ein echter Segen! Leider ist es durch den momentanen Bauboom etwas schwierig gute Handwerker zeitnah zu engagieren. Das hätten wir schon früher anleiern sollen.

Unser Dielenboden ist immer noch sehr gewellt und wir hoffen, dass sich durch die momentan beginnende Heizperiode etwas Besserung einstellt. Wir werden aber - so befürchten wir - um Nacharbeiten durch Parkett-Fachleute nicht herumkommen. Das aber nicht vor dem kommenden Frühjahr.

Ansonsten ist zum Glück alles wunderbar und wir fühlen uns pudelwohl in unserem Haus! :-)